Werbebanner gehören zu den erfolgreichsten Tools des heutigen Online-Marketings. Unternehmen jeder Größe vertrauen in das messbare und effektive Medium, um ihre Markenbekanntheit zu erhöhen und den Verkauf anzukurbeln.

Sagen wir, ihr habt einen knackigen Text und einen Top-Werbeplatz inmitten einer gutbesuchten Website. Dann ist alles, was ihr nun noch braucht, ein starkes Design, das alles zur Geltung bringt und Klicks generiert. Im Folgenden findet ihr eine Liste von Tipps zu Werbebannern und weitere Ratgeber, das beste Design für eure Werbemaßnahmen zu finden.

1. Die Hierarchie erhalten

Zunächst mal bestehen Werbebanner aus drei grundlegenden Komponenten:

  1. Dein Unternehmenslogo: Um die Markenbekanntheit zu erhöhen, muss die Präsenz des Logos stimmen. Es sollte nicht weniger Aufmerksamkeit bekommen als das Nutzerversprechen und die Handlungsaufforderung.
  2. Das Nutzerversprechen: Dieses legt den einzigartigen Nutzen des Angebots offen. Durch Sonderangebote und gute Preise spricht es für sich selbst. Also z.B. „Beste Qualität zum halben Preis“ oder „Angebot nur für begrenzte Zeit“. Es sollte den größten Raum in der Anzeige einnehmen und das Erste sein, was die Rezipienten wahrnehmen.
  3. Die Handlungsaufforderung: Hier reden wir zumeist von einem Text-Link oder einer Schaltfläche mit Sätzen wie „Erfahren Sie mehr“, „Hier anschauen“ oder „Jetzt registrieren“. Sie sollte sich vom Rest der Anzeige abheben und einfach zu finden und zu klicken sein.

2. Standardformate und –größen beibehalten

webbanner dimensionen

a. Dimensionen: Nutze die Standardgrößen für deinen Werbebanner. Laut Google Adsense sind die erfolgreichsten Größen folgende:

  • 336 x 280 large rectangle
  • 300 x 250 medium rectangle
  • 728 x 90 leaderboard
  • 160 x 600 wide skyscraper

b. Formate: Ihr braucht .JPG oder .PNG Dateien für statische Banner und .GIF oder .SWF (Flash) für animierte Versionen. Denkt dran, dass Flash-Banner nicht durch alle mobilen Geräte unterstützt werden. Achtet also drauf, dass der Banner auch immer als .GIF vorliegt, so dass kein Klick verschenkt wird.

c. Größe: Je kleiner, umso besser und bitte immer unter 150 kb (Google Adwords). Der Banner muss auf der Website schnell laden, noch bevor der Besucher nach unten scrollt und die Anzeige wohlmöglich verpasst.

3. Das Design einfach und leicht konsumierbar halten

lesbarkeit

Im Uhrzeigersinn von links: CitibankStarbucksCitibankCanonSprint

Vermeide ein visuelles Durcheinander. Die Betrachter schauen nur wenige Sekunden auf den Banner. Für beste Lesbarkeit sind folgende Regeln nützlich:

Do: Überschrift und Textkörper sollten unterschiedliche Größen haben. Zudem sollte der Text nicht länger als vier Zeilen sein.

Don’t: Verzichtet auf kursive, sehr dünne oder Schreibschrift sowie Versalien oder eine Schrift, die kleiner als 10 pt ist (Disclaimer und Copyright ausgeschlossen).

4. Schaltflächen angemessen nutzen

schaltflächen

Abhängig von der Art des Banners können Schaltflächen die Klickrate erhöhen. Wenn ihr euch für Buttons entscheidet, platziert diese nach eurem Text auf die untere rechte Seite und gebt ihnen eine ansprechende Kontrastfarbe zum Rest der Anzeige. Die Fläche sollte sich jedoch trotzdem gut ins Gesamtbild einfügen.

5. Einen klaren Rahmen geben

Rahmen

Von links: AndroidNetflixBing

Das menschliche Auge wird von Inhalten in Rahmen förmlich angezogen. Achtet also darauf, dass euer Werbebanner einen klaren äußeren Rahmen hat. Bei einem weißen Hintergrund ist es üblich, einen dünnen grauen Rand anzulegen. Ist der Hintergrund nicht weiß, eignet sich ein dezenter Rahmen (wie im Netflix Beispiel oben zu sehen), der die ganze Anzeige noch wirkungsvoller macht.

6. Einheitlichkeit im Unternehmensbranding

einheitlichkeit

M&M’s Anzeige und Landing Page

Euer Werbebanner verlinkt zu einer Landing Page zum Angebot aus der Anzeige. Hierbei ist es wichtig, dass der Look einheitlich ist und mit dem Gesamtauftritt eures Unternehmens einhergeht. So beugt ihr Verwirrungen vor.

7. Bilder sparsam nutzen, wenn überhaupt

bilder

Von links: Victoria’s SecretNew York LifeAlly

Wählt relevante Bilder, Grafiken oder Fotos aus, die eure Aussage unterstreichen und sich direkt auf das Produkt beziehen. Abstrakte Konzepte sind hier nicht angebracht. Ihr könnt euch keine Profi-Fotos und -Models leisten? Kauft erschwingliche Lizenzen für Fotodatenbanken. Es gibt eine enorme Anzahl an hochklassigen Bildern da draußen.

Es ist nicht immer notwendig, Fotos und Bilder in Anzeigen zu verwenden. Textanzeigen mit pointierten Inhalten und schöner Typografie sind oft genauso effektiv.

8. Ein Gefühl der Eindringlichkeit

eindringlichkeit

Vergewissert euch, eure Anzeige vermittelt visuelle Eindringlichkeit des Textes. Das passiert durch Kontraste, leuchtende Farben und aufmerksamkeitsstarke Bilder und Texte. Web-Anzeigen sind nie dezent.

9. Passende, schmeichelnde Farben wählen, die sich vom Rest der Website abheben

farben

Dos Equis Anzeigen auf der ESPN Website

Wenn eure Anzeige visuell der Seite ähnelt, in die sie eingebettet ist, erweckt dies Vertrauen bei den Besuchern. Dennoch sollte sie darin natürlich nicht untergehen. Sie sollte weiterhin gut sichtbar sein und somit zum Klicken anregen.

Wo wir gerade von Farben reden, alle Farben rufen bestimmte Assoziationen hervor. Somit ist es wichtig, vorher zu wissen, welche Emotionen man hervorrufen möchte. Eure Farbwahl sollte dazu auf den Punkt sein, denn Farben sind das Erste, was die Leser wahrnehmen.

Farben sind sehr subjektiv und haben in unterschiedlichen Kulturen verschiedene Assoziationen. Vergewissert euch also, dass ihr genau über eure Zielgruppe Bescheid wisst. Unten findet ihr eine Liste von Farben und welche Gefühle diese in der Regel auslösen. Ein Mix aus verschiedenen Farben bestimmt die allgemeine Stimmung eurer Anzeige:

  • Rot: Assoziiert mit Gefahr, Leidenschaft, Wut, Aufregung, Geschwindigkeit und Liebe. Bescheiden verwenden.
  • Orange: Assoziiert mit Vitalität und Fröhlichkeit. Sein energetischer, einladender und freundlicher Charakter lässt es zur besten Wahl für eine Schaltfläche zur Handlungsaufforderung werden.
  • Gelb: Assoziiert mit Humor, Sonnenschein, Optimismus, Energie und preiswerten Produkten. Gelbe Spots wirken aufmerksamkeitsstark.
  • Grün: Assoziiert mit Gesundheit, Frische, Wohlstand, Natur, Wachstum, Geborgenheit und Neuanfang. Diese Farbe ist für die Augen am einfachsten wahrzunehmen.
  • Blau: Assoziiert mit Sicherheit, Klarheit, Gelassenheit, Intellektualität, Formalität, Erfrischung und Männlichkeit. Oft genutzt, um Vertrauen zu erwecken.
  • Violett: Assoziiert mit Luxus, Königtum, Extravaganz, Weisheit, Magie, Ambition, Weiblichkeit und Kreativität. Es hat einen beruhigenden Effekt auf den Betrachter.
  • Pink: Assoziiert mit Liebe, Niedlichkeit und Babys. Es ist die weiblichste Farbe.
  • Schwarz: Assoziiert mit Exklusivität, Geheimnis, Stärke, Prestige, Trauer und Formalität. Schwarzer Text auf weißem Hintergrund ist die leserlichste Farbkombination.
  • Weiß: Assoziiert mit Reinheit, Modernität, Einfachheit, Ehrlichkeit, Unschuld und Güte. Es ist die Basis vieler klarer, minimaler Designs.
  • Braun: Assoziiert mit Natur, Holz, Leder und Bescheidenheit. Es balanciert stärkere Farben aus und ist besonders gut für Hintergründe und Texturen geeignet.
  • Grau: Assoziiert mit Neutralität und Sachlichkeit. Als Hintergrund verstärkt es alle anderen Farben.

10. Denkt über Animationen nach

animation

Animierte Werbebanner übertrumpfen andere oft deutlich. Allerdings darf die Animation nicht von der eigentlichen Botschaft ablenken.

Nutzt einfache Animationen, die nicht länger als 15 Sekunden dauern, und integriert eine Handlungsaufforderung im letzten Bild. Zudem sollten sie nicht öfter als 3 Mal hintereinander durchlaufen.

Und damit haben wir es auch schon! Das waren unsere Design-Tipps für Werbebanner, die euch immer noch viel Spielraum für Experimente lassen. Außerdem solltet ihr beachten, dass ein Werbebanner nicht wirklich danach bewertet wird, wie hübsch er aussieht, sondern eher nach seiner Performance. Sie sind sicher nicht die schönsten Werbemedien, aber sie haben eine große Wirkung.

Habt ihr weitere Tipps zum Teilen?