Zum 500. Jubiläum des deutschen Reinheitsgebotes widmen wir uns einmal mehr dem Thema Bier und den prickelndsten Bierverpackungstrends!

In Gedanken schon wieder beim nächsten Oktoberfest, im Späti um die Ecke oder mit Freunden an der Bar? Kleine Brauereien schießen wie Pilze aus dem Boden und geben der Bierlandschaft neuen Schwung. Spannende Geschmacksrichtungen und stilvolle Etiketten – Brauereien werden schon lange für ihre Experimentierfreudigkeit geehrt – sowohl geschmacklich als auch gestalterisch.

Die Popularität der Kleinbrauereien steigt und deshalb ist jetzt ein guter Zeitpunkt, genauer hinzuschauen. Die folgenden Beispiele zeigen, wie Verpackungs– und Etikettendesign zur Markenaussage beisteuern, zum Kauf und Verzehr anregen.

1. Packpapier

Der Hipster-Trend lässt sich auch hier nicht aufhalten. Geliebt für seinen industriellen Charme und seine unvergleichbare Oberfläche, führt diese Art von Verpackung altmodische Authentizität und moderne Unerschrockenheit zusammen – genau das fasziniert uns.

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So ein Geschenk würde doch jeder gerne auspacken. Alter Brauch erinnert an deutsche Braugeschichte mit den rustikalen Farbtönen und der Schnur. Von Elena Pavlova (via The Dieline).

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Marina Cerveza kombiniert den Vintage-Look mit einem Klecks Farbe (von g ideas).

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Heidenpeters aus Berlin halten ihre Biere minimal und modern. Foto: Facebook Heidenpeters

2. Mehr Authentizität

Während die einen klares, minimalistisches Verpackungsdesign mit sauberem Weißraum und scharfen Kanten verfolgen, machen andere genau das Gegenteil. Gekritzelte Typografie, Stempel und handgeschriebene Notizen geben dem Label ein raues, persönliches Gefühl, was bei Bierfans gut ankommt.

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Das spanische Bier Au Yeah! hat einen verspielten, cowboyhaften Look für ihr amerikanisches Pale Ale.

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Das Label der Berliner Bierfabrik wirkt beinahe handbemalt und versprüht eine DIY-Ästhetik.

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Santa Fe Brewing Co.’s limitierte Biersorten sind deshalb etwas ganz Besonderes, weil sie handgestempelt, handgelabelt und vom Abfüller selbst signiert werden (via Jim Dore).

Brlo Bierverpackungstrends

Authentisch samt Berliner Bären und abwechslungsreicher Typografie kommt das Label von BRLO daher.

3. Geometrie

Geometrische Muster und Designs erfreuen sich einer steigenden Popularität. Sie sind die perfekte Kombination aus Symmetrie und Minimalismus, was dem Hipsteransatz einen erwachseneren Charakter verleiht. Gerade Linien und scharfe Winkel ziehen das Auge dynamisch auf eine angenehme und klare Art und Weise in ihren Bann.

Mit einem Schuss guter Laune und Punk Rock erinnern diese Brauwerke daran, dass Bier alles sein kann nur nicht ernst.

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Evil Twin Brewing hat diesen Verpackungstrend mit mutigen geometrischen Designs auf all ihre Labels übertragen (via Oh Beautiful Beer).

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Penrose Brewing macht ein Mosaik zum stilistischen Merkmal ihres Verpackungsdesigns (via The Hop Review).

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Fort Point Beer Co. hält den geometrischen Stil wunderbar minimal (via Manual Creative).

4. Zeitreise zurück

Vintage und Retro Styles sind ja nichts Neues, aber hier scheinen sie von Dauer zu sein. Der Trick besteht darin, aufzufallen und sich in dem Meer von altmodischen Schriften und kitschigen Cartoons einen Namen zu machen.

Es ist zuweilen merkwürdig, dass man bei einem Trend, der in der Zeit stecken zu bleiben scheint, über Evolution redet, aber der Look bekommt immer wieder neue Perspektiven und neue, einzigartige Elemente fließen ein.

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Das Etikett der Berliner Brauerei Lemke erinnert an vergangene, traditionelle Sportclub-Logos. Zudem blinzelt ein leicht kalifornischer Retro-Charme um die Ecke. Foto: Brauerei Lemke

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Hilliard’s Bier schenkt seinem Retro-Bier den Hauch der 70er (via Mint).

Schoppe Bräu Bieretikett

In die guten alten Hippie-Zeiten entführt uns das Flower Power Etikett der Brauerei Schoppe Bräu Berlin.

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Die Inspiration für Siris Cellars handgefertigtes Bier liegt im Jugendstil (via 99designs).

5. Elegant wie Wein

Der Vergleich von Craftbier und Weinkultur macht auch vor den Designern keinen halt. Viele Brauereien lassen den unkonventionellen Weg links liegen und entscheiden sich für eine Variante, die nach Perfektion strebt und Respekt erfordert. Hier geht es um Biere, die ein besonderes Glas wollen, mit feinen Geschmacksnoten, die einer anderen Preiskategorie angehören.

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Goose Island Belgians hebt sich ab durch sein raffiniertes Design (via Draft Magazine).

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Das kunstvolle Design von Mateo & Bernabé and friends ist schick und edel.

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Maine Beer Co spielt mit einer Eleganz aus Minimalismus und Weißraum. Eigenschaften, die Wein schon immer für sich gepachtet hat.

6. Tiere

Tiere dürfen auch unter den heißesten Bierverpackungstrends nicht fehlen! Die Vierbeiner finden sich in den unterschiedlichsten Stilen, mal authentisch, mal stark abstrahiert, auf vielen Etiketten deutscher Brauereien. Sie hauchen den Flaschen Leben ein. Auf gewisse Weise personifizieren sie das Produkt und schaffen eine Verbindung zum Verbraucher.

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Die sächsische Brauerei Vier Vogel Pils aus Dresden wählt den Vogel, der frech vom Etikett grinst. Foto: Vier Vogel Pils 

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Hoppebräu legt sich nicht auf ein Tier fest und variiert die Labels mit ganz unterschiedlichen tierischen Gesellen. Foto: Hoppebräu

BBF

Der Schluckspecht ziert das Label der Berliner Bierfabrik und verleiht dem Bier so Witz und Originalität. Foto: Instagram Berliner Bierfabrik

Prost!

 

*Featured Image: Microbrasserie Alchimiste. (via Oh Beautiful Beer)