Wir befinden uns im Zeitalter des Responsive Webdesigns und kleine und mittlere Unternehmen stehen unter dem Druck, das Nutzererlebnis verbessern zu wollen und müssen. Der moderne Verbraucher ist anspruchsvoller als jemals zuvor. Er hat auf der anderen Seite nahezu rund um die Uhr Zugang zum Internet und gibt aufgrund der gestiegenen Smartphone-Popularität online mehr Geld aus denn je. Statistiken zufolge betragen die Umsätze des Onlinehandels in Deutschland im Jahr 2015 etwa 42 Mrd. €.

Wenn ihr hofft, ebenfalls ein Stück des Multi-Milliarden-Euro-E-Commerce-Kuchens abzubekommen, solltet ihr eure Website designtechnisch auf den neuesten Stand bringen. Glücklicherweise haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und für euch die 5 bedeutendsten Webdesign Trends für 2016 gefunden.

1 – UI Musterdominanz

User Interface Muster werden als Lösung für die meisten Herausforderungen im Bereich der Bedieneroberfläche, wie etwa die Erstellung eines Navigationsmenüs, welches hervorragend auf Mobilgeräten aussieht, angesehen. Responsive Webdesign wird für den Anstieg an UI Mustern verantwortlich gemacht, was zu einer Menge Websites mit sehr ähnlichem Erscheinungsbild geführt hat.

Großartige Designer können natürlich gegen dieses Problem angehen, denn es sind so viele Entwurfsmuster verfügbar, dass man immer noch einen einzigartigen Look kreieren kann. Dennoch werden Verbraucher erwarten, dass deine Website den UI Mustern folgt, da sie eine verbesserte Käufererfahrung generieren.

User interface

Design von Dejan990

2 ­– Verbesserte Animation

Bereits jetzt sorgen animierte Videos für jede Menge Furore in der Marketingwelt und 2016 könnt ihr davon ausgehen, dass sich dies auch auf Webdesign ausweiten wird. Richtig angewendet, verbessern Animationen das Storytelling-Potenzial einer Seite. Das Endergebnis ist eine interaktivere und damit unterhaltsamere Nutzererfahrung.

Natürlich bedarf es reichlicher Überlegung, wenn es darum geht, Animationen hinzuzufügen. Ihr solltet darauf achten, sie in zwei Gruppen einzuteilen:

  • Small Scale: Ladebalken, Hover Tools und andere Elemente, welche keinen Input des Users benötigen
  • Large Scale: Pop-up-Benachrichtigungen, Parallax Scanning und andere Elemente, die als Interaktions-Tools fungieren und einen erheblichen Einfluss auf User haben

Es gibt eine Reihe toller Möglichkeiten, Animationen zu eurer Website hinzuzufügen. Zum Beispiel sind Ladeanimationen eine fantastische Art, User während eines Vorganges zu unterhalten, der sonst ein eher frustrierendes Erlebnis wäre. Gallerien und Slideshows sind ideal, wenn ihr viele Bilder zeigen wollt, ohne Besucher zu überhäufen.

animation

Design von Dilyana H.

3 – Pop-Up-Werbung

Dies ist sicherlich die größte Kontroverse in unserer Liste, denn Pop-Up-Werbung ist ohne Frage eine der meist verabscheuten Arten von Online-Werbung. Der Hauptgrund ist wohl der heuchlerische Charakter dieser Werbung. So habenBrowser ziemlich schnell begonnen, diese zu blockieren.

Und doch scheint es, als ob Pop-Up-Werbung sich im Jahr 2016 zu einem Comeback aufmacht und voraussichtlich ein Bestandteil des modernen Webdesigns bleiben wird. Die Pop-Ups des neuen Zeitalters bringen nützliche Werbung, welche Rabatte und Spezialangebote anbieten und werden somit offensichtlich willkommener sein als ihre Vorgänger.

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollten realisieren, dass E-Mail-Marketing an Beliebtheit zunimmt. Pop-Up-Werbung ist ein hervorragender Weg, um mehr E-Mail-Abonnenten und letztendlich mehr Verkäufe zu erreichen. Ebenfalls ein wichtiger Punkt ist, dass Vermarkter selektiv agieren werden, was bedeutet, dass Pop-Ups nicht jedes einzelne Mal erscheinen, wenn man die Seite besucht. In manchen Fällen werden die Pop-Ups nicht auftauchen, bis der User eine vorbestimmte Aktion wie Scrollen ausführt.

pop-up

Design von S R Shajib

4 – Material Design

Dies ist Googles neuer Stil und wird als prächtigere Alternative zum traditionellen Flat Design bejubelt. Es nutzt die Konzepte von Tiefe, Bewegung und Schatteneffekten, um realistischer aussehende Designs zu kreieren.

Google hofft, dass Nutzer sauberere, moderner aussehende Designs, mit Hauptaugenmerk auf das Nutzererlebnis kreieren. Obwohl Google nicht immer alles perfekt macht, hat Material Design (Englisch) hauptsächlich positive Kritiken bekommen. Der  begehrte, minimalistische Look ist immer noch en vogue, allerdings mit mehr Tiefe und Schatten, die deiner Website das gewisse ästhetische Etwas geben.

material-design

Design von flying whales

5 – Videos und große Bilder

2016 wird Video-Marketing auf Websites weiterhin ganz oben stehen und deutlich zunehmen. Das ist keine Überraschung, da Videos Informationen in einem schnellen und leicht verdaulichen Paket bieten. Eindrucksvolle Bilder werden ebenfalls weiter ihre Berechtigung haben, da Unternehmen die digitale Bilderwelt nutzen, um ihre Waren ansprechend zu verkaufen.

video

Design von Big Blue Roo

Zusammenfassung

Responsive Webdesign wird selbstverständlich fernerhin das Feld dominieren, da der Anstieg an mobiler Nutzung es für die meisten Unternehmen unumgänglich macht. Das Google mobile-friendly-update (Englisch) vom April 2015 war schlicht eine weitere Erinnerung an Designer und kleine bis mittlere Unternehmen, dass wir nun in einer Zeit der Smartphone-Kundschaft leben.

Dennoch solltet ihr Flat Design nicht komplett ignorieren, da es auch weiterhin eine tragende Säule des Webdesigns sein wird, besonders da es jetzt kompatibel mit Responsive Webdesign, Material Design und Minimalism ist.

Der wohl entscheidendste Ratschlag ist, dass ihr NICHT auf jeden Zug aufspringen solltet, nur weil es gerade im Trend liegt. Achtet immer darauf, das zu tun, was für eure Zielgruppe am besten ist. Viel Erfolg!