Spielkarten haben ihren Ursprung im Ostasien des 12. Jahrhunderts und gehören in den meisten Haushalten bis heute zu den beliebtesten Gesellschaftsspielen. Je nach Alter variiert die Art der Kartenspiele, jedoch verbreiten sie in allen Altersklassen viel Freude. Spielkarten sind treue Begleiter auf Reisen und machen so manche Abende mit Freunden und Familie zu einem emotionalen Highlight. Karten aber machen nicht nur Spaß, sondern bestechen zudem mit ihrem individuellen Aussehen. So ist der Herzkönig nie gleich Herzkönig, das Pikass nie gleich Pikass und doch werden sie immer wieder von allen erkannt. Was also eint sie und in welchen Gestaltungselementen unterscheiden sie sich?

Das Design

Die kleinen bedruckten Papptafeln sind in den meisten Fällen 6 mal 9 cm groß. Während sie einst handbemalt waren, sind sie heute beidseitig bedruckt und weisen in der Regel ein einheitliches Muster auf der Rückseite auf sowie je nach Karte verschiedene Bilder, Symbole und Werte auf der Vorderseite. Diese variieren je nach Art des Kartenspiels und zeigen dabei die unterschiedlichsten Gestaltungen. Aus diesem Grund gehören Spielkarten auch zu den beliebtesten Sammelobjekten. Die Karten können beinahe immer in zwei Richtungen gehalten werden, ohne an Lesbarkeit zu verlieren, da sie punktsymmetrisch gestaltet sind. Für die ersten Serienproduktionen von Spielkarten bediente man sich der Holzschnitttechnik, dem Kupferstich und später dann dem Buchdruck, was sie erschwinglicher für andere Gesellschaftsschichten neben dem Adel machte.

Die Wiedererkennung einer jeden Karte basiert natürlich zunächst an erlernten Symbolen, den sogenannten Farbzeichensystemen, die sich in Europa lokal unterscheiden: Es gibt das wohl bekannteste französische System mit Treff, Pik, Herz und Karo, das deutsche mit Eicheln, Blatt, Herz und Schellen und das spanische/italienische basierend auf Münzen, Stäben, Schwertern und Kelchen.

Spielkarten Ägypten

Schauen wir uns ein paar Spielkarten-Designs an, die alle auf dem gleichen Briefing basieren, in ihrer kreativen Ausführung jedoch breitgefächert sind:

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Entwürfe des Designers VectorArtist

 

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Entwürfe des Designers Pentool Knight

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Entwürfe des Designers Yuli

Während alle Karten-Designs eine ägyptische Anmutung haben und den Symbolen folgend dem französischen Spielsystem angehören, unterscheiden sie sich doch in ihrem Design. Mal mehr, mal weniger abstrahiert nehmen die Gesichter verschiedene Ausdrücke an. Die Farben sind vornehmlich erdig, jedoch in ihren Tonwerten breit gefächert. Schwarz-weiß Versionen und verschiedene Hintergrundfarben bringen Abwechslung ins Spiel. Auffällig sind die sehr detailreichen Verzierungen der Gesichter, Kleidung und Instrumente. Muster geben den Illustrationen einen zusätzlichen Reiz.

 

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Entwürfe des Designers resineux

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Entwürfe des Designers API galery

Trotz aller Design-Variationen sagt unser Auge uns dennoch sofort, um welche Karte im Spiel es sich handelt. Manchmal jedoch lohnt es sich, genauer hinzusehen. Spielkarten sind ausgezeichnete Inspirationen für alle Designer und Künstler und zudem fast überall zu finden!

Spielkarten Gangster

Auf einem ganz anderen Briefing basierend sind diese Karten entstanden, die den vorherigen in Bildaufteilung und Symbolik ähneln und dennoch eine andere Anmutung versprühen. Deutlich eleganter und vornehmer sind sie vor allem in Grautönen gehalten und in ihrer Linienführung feiner.

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Entwürfe des Designers Nam Tibon

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Entwürfe des Designers RVST

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Entwürfe des Designers Grue

Habt ihr ein Lieblingskartenspiel, dessen Design euch vielleicht an eure ersten Kartenspielnachmittage als Kind erinnert? Teilt es mit uns!