Eure Reise ein berühmter T-Shirt Designer zu werden – oder zumindest ein wenig Anerkennung für Euer Unternehmen zu bekommen – hat in unserem ersten Artikel dieser Serie begonnen, in welchem wir die Grundlagen zur Erstellung eines phänomenalen Designs für Euer T-Shirt zusammengetragen haben. Im nächsten Artikel bereiten wir Euch auf den Druck-Vorgang vor. Zunächst müssen wir Euch aber erklären, wie Ihr die richtigen Materialien für den Druck auswählt. Hier gibt zwei große Entscheidungen zu treffen: Welcher Stoff und welche Tinte. Wir führen Euch durch die Vor- und Nachteile der jeweiligen Komponenten.

Lernt Eure Träger kennen

Jedem ist klar, dass nach der Erstellung des Designs die Oberfläche her muss, auf die dieses aufgetragen werden soll. Was weniger klar ist, ist welche Oberfläche das sein sollte, denn hier gibt es sehr viele Optionen! T-Shirts kommen in Form von V-Necks, Polos, Long Sleeves, Tank Tops, usw. Um die richtige Wahl zu treffen solltet Ihr Eure seine Zielgruppe kennen. Ob eine Person das T-Shirt tragen will, kommt auf die Form und den Tragekomfort an. Daher solltet Ihr Euch fragen: Wer trägt das T-Shirt? Was trägt diese Person normalerweise? Sollte es eher lässig, trendy oder konservativ wirken? Trägt sie das Shirt am Strand, zur Arbeit oder zu einem Date? Welche von diesen Optionen passt am besten zu Eurer Corporate Identity? Versucht Euch das Design auf verschiedenen Shirts vorzustellen und wählt das aus, das am besten zur Zielgruppe passt:

T-Shirt Design

Das Gewicht des Stoffes spielt eine entscheidende Rolle. Ein dicker Stoff kann mehr Tinte aufnehmen, wodurch das Design zwar mehr aushält, es aber auch klobiger ist dieses zu tragen. Ein leichteres Shirt ist eleganter und angenehmer, der Aufdruck hält jedoch nicht so lange.

Jetzt solltet Ihr Euch das Material einmal genauer betrachten. Baumwolle ist normalerweise das einfachste Material zum Drucken, aber andere Stoffe, wie Polyester oder Jersey können für bestimmte Print-Techniken eine bessere Wahl sein und bringen ein anspruchsvolleres Aussehen mit sich.

Versteht den Druck-Vorgang

Wie kommt das Design jetzt auf das soeben ausgewählte Shirt? Euer Drucker kann Euch bei der Lösung dieser Frage helfen (mehr dazu im letzten Teil der Serie), aber Ihr solltet Euch nach Alternativen umschauen, denn nicht jeder Drucker kann alle Methoden ausführen, und die verschiedenen Methoden haben einen großen Einfluss auf den Preis und die Haltbarkeit des T-Shirt Designs.

Das sind die meist genutzten Methoden mit ihren Vor- und Nachteilen im Überblick:

Siebdruck: Bei dieser Methode wird ein Sieb gegen den Stoff gepresst und die Tinte darüber verteilt, um das Design aufzutragen.

  • Vorteile: Es ist günstig, qualitativ hochwertig, professionell, belastbar.
  • Nachteile: Begrenzte Farbkombinationen.

Wärmedruck / Tintenstrahldrucker/Laserdrucker: Transparente Tinten werden hier von einem Computer auf ein spezielles Papier aufgetragen. Danach wird Wärme dazu genutzt um Tinte und Papier auf den Stoff des T-Shirts aufzutragen.

  • Vorteile: Kann einfach viele Farben und komplexe Designs drucken, funktioniert gut bei kleinen Auflagen, man kann eine ganze Reihe an verschiedenen individuellen Designs erstellen.
  • Nachteile: Fühlt sich schwer an, der Stoff ist der hellste Teil des Designs (das kann jedoch auch zum Vorteil genutzt werden), eignet sich besser für weiße als dunkle Stoffe, kann leicht brechen .

Vinylgrafiken: Dieser Prozess nutzt eine Maschine, um Designs auf speziell gefärbte Vinylbleche zu schneiden, die dann über Wärme auf das Shirt aufgetragen werden.

  • Vorteile. Hohe Qualität, belastbar, einfach zu individualisieren, gut für kleinere Aufträge.
  • Nachteile: Jede Farbe ist separat, daher eignet sich diese Methode nicht für komplexe Designs oder Designs, die viel Hintergrund besitzen (versucht es hier mit dem Wärmedruck).

Direkte Auftragung: Das ist genau das wonach es klingt, das Design wird direkt auf das Shirt aufgetragen.

  • Vorteile: Vereinfacht den Ablauf.
  • Nachteile: Der Stoff ist der hellste Teil, daher ist es besser für weiße Stoffe; es ist viel Arbeit, weil jedes Shirt komplett individuell ist.

Färb-Sublimation: Dieser Prozess basiert auf einem speziellen Computer-Drucker, der Wärme verwendet, um Färbemittel auf den Stoff aufzutragen.

  • Vorteile: Gut für volle Farben und weiße oder leichte Kleidungsstücke.
  • Nachteile: Dieser Prozess ist weitaus teurer als andere, und funktioniert nicht zu 100% auf Baumwolle.

Ein letztes Wort noch zu den Tinten; es gibt viele spezielle Tinten, die Ihr nutzen könnt, um das Design einzigartig zu machen. Habt keine Angst metallic für einen Glanzeffekt zu nutzen oder um ein paar Funkeln hineinzubringen!

T-Shirt Design Farben

Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt ein Design erstellt, einen T-Shirt Stil und die passende Tinte ausgewählt. Jetzt bleibt nur noch der Druck-Vorgang. Hierfür muss ein Drucker gefunden und ein Plan erstellt werden, um genau das zu bekommen, das man sucht. Schaut Euch daher den dritten Teil dieser Reihe an, um mehr zu erfahren!