Unabhängig davon, ob ihr euer SEO-Ranking aufbessern oder über euer Lieblingsthema schreiben wollt, ein Blog bietet die optimale Plattform, um die eigenen Ideen ins Netz zu bringen. Und weil natürlich jeder mal klein anfängt, ist eine gute Vorbereitung das A&O. Ein professionelles Blog-Design ist da auf jeden Fall Gold wert: Es reduziert die Absprungrate (bounce rate) der Leser, erhöht die Besucherzahlen (page views) und bringt mehr Links auf die Seite. Und das Ganze muss gar nicht mal teuer sein. Hier vier Tipps, um deinem Blog das Laufen zu lehren.

 

#1 Worum geht’s eigentlich?

Ein Blog braucht ein leicht verständliches Thema und ein einfach zu navigierendes Design. Es verwirrt den Leser, wenn der Inhalt nicht zum Aussehen passt. Hier ein Beispiel für einfaches Design: Beer Can Chicken Blog. Na, worum wird es da wohl gehen?

Beer Can Chicken

Gewinnerdesign des Beer Can Chicken Blog-Design-Wettbewerbs von lagun83

Wenn man herausfinden will, wie man Hähnchen mit Dosenbier zubereitet, ist man hier an der richtigen Stelle. Bei diesem Blog weiß man einfach sofort, worum es geht: Es gibt eindeutiges Bildmaterial, vier Kategorien und eine Suchoption.

Leichtes Navigieren durch gut strukturierte Inhalte:

  • Den Text linksbündig einstellen: Das ist wichtig, vor allem wenn es um die mobile Anwendung geht. Die Information ist leichter verständlich, wenn der Text gut lesbar ist.
  • Eine Farbe für alle Links festlegen: Es ist schlichtweg frustrierend, wenn man jedes Mal vor einem neuen Rätsel steht und sich fragen muss, ob es wirklich ein Link ist oder nur die neue Lieblingsfarbe.
  • Tags, Kategorien und Gruppen bilden: Was könnte den Leser zusätzlich noch interessieren? Bei einer Seite, die sich um die Zubereitung von Hähnchen mit Dosenbier dreht, darf natürlich eine Kategorie wie „Marinaden“ (Rubs) nicht fehlen. Aber unabhängig vom Thema, eine Suchoption sollte immer integriert werden.

 

 

#2 Je mehr Input, desto besser

Beim Erstellen des Briefings – ob das für einen 99designs-Wettbewerb ist oder für einen einzigen Designer – braucht es so viele Details wie möglich, um den Look eures Blogs zu beschreiben. Fügt am besten eine Collage oder ein „Mood Board“ hinzu, mit dem ihr durch Bilder und Farben ausdrückt, wie ihr euch euer Thema vorstellt. Das soll kein Kunstwerk werden – stellt es euch eher als Werkzeug vor, um die Kreativität des Designers anzuregen. Mit Sampleboard geht das wunderbar online – probiert’s mal aus!

Die Gründerin von Messy Nessy Chic, ein bezaubernder Blog über Pariser Mode und Design, hat diese farbenfrohe, stimmungsvolle Collage zu ihrem Briefing beigefügt:

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Für weiteren Input hat sie gesorgt, indem sie eine Liste mit Websites, die sie inspirierend findet, Vintage-Postkarten und paristypisches in ihr Briefing gepackt hat. Das Ergebnis zeigt ein in sich geschlossenes, stylishes und auf den Punkt gebrachtes Design, welches genau die Stimmung und Ästhetik ausdrückt, die sie sich vorgestellt hat:

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Gewinnerdesign des Messy Nessy Chic Blog-Design-Wettbewerbs von Motherlondon

Noch etwas zu Messy Nessy Chic: Social-Media-Links, Such- und Tag-Funktion sind sichtbar und superleicht zu verwenden.

 

#3 Auf sich aufmerksam machen, aber wie?

Es macht wirklich gar keinen Sinn, Arbeit in einen Blog-Beitrag zu stecken, wenn die Zielgruppe nichts davon mitbekommt. Es kommt definitiv auf qualitativ hochwertige Beiträge an, aber der SEO-Part darf nicht vergessen werden. SEO (search engine optimization) bedeutet Suchmaschinen-Optimierung und hilft deinem Blog, bei Suchmaschinen wie Google möglichst weit oben aufzutauchen, indem man Keywords festlegt, Links macht und knackige Überschriften findet. Zusätzlich gibt es noch ein paar Design-Tipps, die beim Oben-Auftauchen behilflich sein können:

  • Eine googlefreundliche Schrift verwenden: Google erschließt nur Seiten, die es erfassen/„lesen“ kann. Google’s Webfonts-Sammlung bietet da einen großen Pool an Schriften an.
  • Eine aussagekräftige Hauptüberschrift wählen: Suchmaschinen bevorzugen Überschriften, die im Code mit „main“ oder „h1“ gekennzeichnet sind. Die Kernaussage sollte hier in fünf bis neun Wörtern knapp zusammengefasst werden.
  • Teilen bringt Freunde: Auffällige Social-Media-Links sind hilfreich. Es erhöht auch die Chancen auf wertvolle Backlinks (Rückverweise).

Drucken für kleines Geld ist zwar nicht die spannendste Materie, aber auf ihrem Blog haben PrintingForLess.com sehr hilfreiche Tipps über Trends und Probleme beim Drucken aufbereitet. Das ist eine wertvolle Ressource für Kunden:

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Gewinnerdesign des PrintingForLess.com Blog-Design-Wettbewerbs von dan2003

Zusätzlich beachtet der Blog alles oben genannte: starke Überschriften, Social-Media-Links und gut lesbaren Text. Es ist zwar nicht der schönste Blog aller Zeiten, aber er verhilft der Website zu wertvollem Traffic (im Sinne von Besucherzahlen).

#4 Smartphone- und Tablet-User nicht vergessen

Mobiles Surfen wird für immer mehr Leute immer alltäglicher. Auch das will berücksichtigt werden. Auch wenn eine mobile Version zu Beginn scheinbar noch keinen Sinn macht, ist es viel einfacher, vom mobilen Design ausgehend ins größere zu gestalten als umgekehrt. Man kann beispielsweise mit dem Logo als Kernelement arbeiten, um von dieser Grundlage aus den Rest der Seite aufzubauen, schließlich strahlt das Logo im besten Fall die Kernaussage des Unternehmens aus. (mehr dazu in Dorit Magidor’s Blog Post hier.)

Chic Wear Chronicles ist so ein „responsive“ designter Blog, der automatisch seine Größe an die verschiedenen Browser- und Geräteanforderungen anpasst. Achtung: Das Logo auf der mobilen Seite nimmt ungefähr 50% des Bildschirms ein. Außerdem arbeitet Chic Wear Chronicles mit einem Slogan, sodass der Leser, unabhängig davon, wie viel er von der Seite sieht, weiß, worum es auf dem Blog geht:

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Gewinnerdesign des Chic Wear Chronicles Blog-Design-Wettbewerbs von stefan.asafti

Ein guter Blog fängt mit dem Wunsch an, ernsthaft über ein Thema schreiben zu wollen. Ein klares, gut strukturiertes und benutzerfreundliches Design ist zielführend. Mit einem guten Designer und diesen vier Tipps wird jeder Blog mindestens eine kleine Erfolgsgeschichte.