Du kennst deine Marke so gut wie kein anderer – deinen Ursprung, deine Vision, deine Ziele, deine Unternehmenskultur. Aber wenn es an der Zeit ist, deine Markenqualitäten einem Designer zu vermitteln, fehlen dir vielleicht die richtigen Worte. Obwohl Designer viele Talente haben, gehört Hellsehen in der Regel nicht dazu. Wie kannst du also deine Marke akkurat kommunizieren? Versuche es mit einem Moodboard!

Was ist ein Moodboard und weshalb brauchst du es?

Law firm mood board
Moodboard für eine Anwaltskanzlei. Via Hoot Design Company.

Ein Moodboard ist wie eine Collage und enthält eine Reihe von Bildern, Texten und anderen Sachen, die deine Marke definieren und deine Markenidentität vermitteln. Es kann sogar als Anleitung bei der Entwicklung eines Projekts wie einer Website dienen. Ob du gerade dein Unternehmen gründest oder deine vorhandene Marke überdenkst, ein Moodboard ist ein wertvolles Tool für:

Inspiration. Wenn du noch dabei bist, deine Markenidentität auszuarbeiten, wird dir ein Moodboard helfen, Dinge wie Unternehmensmerkmale, Vision, Identität und die Emotionen, die deine Marke vermitteln soll, in den Fokus zu rücken.

Bestätigung. Wenn du bereits weißt, wer du bist, wird ein Moodboard deine Markenidentität bestätigen und unterstützen. Es wird auch helfen, Konzepte wie Kultur und Werte in greifbare Dinge wie Design zu übertragen.

Führung. Ein Moodboard, das genau deine Marke widerspiegelt, kann als Anleitung dienen, damit du dich weiterhin auf deine Markenidentität konzentrierst, wenn du dein Logo, deine Visitenkarten, Website oder andere Marketingmaterialien entwirfst.

Kommunikation. Ein Moodboard stellt sicher, dass dein Designer, deine Unternehmensleitung und wichtige Teilhaber deine Marke und Vision von Beginn an verstehen.

Digital oder physisch?

Ein Moodboard zu erstellen muss nicht kompliziert sein. Ob du dich nun entscheidest, Bilder im Internet zu suchen, und sie online zusammenstellst oder du dir eine Schaumstoffplatte, etwas Kleber und einen Stapel Magazine schnappst, ist komplett dir überlassen.

Digitales Moodboard

Online nach Bildern zu suchen und ein digitales Moodboard zu erstellen ist einfacher als jemals zuvor, dank einiger ziemlich cooler Seiten:

pinterest mood board

Pinterest: Pinterest ist ein beliebter Onlineservice, der es dir ermöglicht, Bilder aus „Pinboards“ zu ziehen, die von anderen zusammengestellt wurden. Das Tolle an Pinterest ist, dass die Sammlungen alle bereits für dich geordnet sind, was es einfacher macht, Bilder, die dir gefallen, zu finden und auszuwählen.

Moodstream: Präsentiert von Getty Images, ermöglicht Moodstream es dir, die Bildsuche anzupassen, mit Ideenfindung und Tools für Moodboards. Detaillierte Filter – wie Ausrichtung, Ort, Bildstil – ermöglichen es dir, deine Auswahl einzugrenzen, und ersparen dir Zeit, da du die Bilder, die dich nicht interessieren, nicht aussortieren musst.

Moodboard und Mooboard LiteMoodboard hilft dir, gemeinschaftlich erstellte Moodboards für nur 9,99 € auf deinem iPad zu teilen. Praktische Tools erlauben Fotobearbeitung, Export als PDF und PNG und die Möglichkeit, mehrere Moodboards einzurichten. Moodboards Lite ist die kostenlose Version, die dieselben praktischen Tools bietet wie die Bezahlversion, aber auf ein Moodboard beschränkt ist.

PHYSICAL MOOD BOARD
via Cassie Byrnes

Sampleboard: Dieses digitale Moodboard-Tool lässt dich deine Bider hochladen und sie in Projektdateien ordnen, welche in sozialen Medien geteilt oder in Dokumente importiert werden können. Es ist intuitiv, einfach zu handhaben und ein toller Weg, um professionelle Ergebnisse zu erzielen, die problemlos mit anderen geteilt werden können.

Physische Moodboards

Wenn du die Dinge lieber auf althergebrachte Art machst, kannst du ein physisches Moodboard erstellen, welches man tatsächlich anfassen kann. Um eines zu erstellen, nutze eine Schaumstoffplatte und klebe Bilder und Materialien auf die Oberfläche. Sammle deine Sachen aus Magazinen, Zeitungen, alten Büchern, deinen eigenen Fotos oder von Materialien aus Läden für Künstlerbedarf, Stoffläden oder Baumärkten.

Wähle deine Bilder und Materialien

Finde eine Balance

Zu viele Bilder können verwirren und die Sinne überlasten, während zu wenige keine angemessene Richtung oder Information bieten. Der Schlüssel, um eine Balance zu finden, besteht darin, mit mehr Objekten zu beginnen und dann die Objekte auszusieben, die nicht zu deinen Kriterien passen

Peile dein Ziel an

Wer ist deine Zielgruppe? Millennials oder Senioren? Verheiratete Paare oder Singles? Stadt-, Vorstadt- oder Landbewohner? Männlich oder weiblich? Sagen wir, dein Unternehmen bietet ganzheitliche Therapie an und deine Zielgruppe sind Frauen in den 40ern und 50ern. Nun frage dich, welche Art Bilder sie ansprechend finden würden? Was erweckt wohl ihr Interesse oder ihre Aufmerksamkeit? Sammle diese Bilder.

Mach dir ein Bild

Suche nach Bildern und Materialien, die Markenemotionen vermitteln und Markenidentität kommunizieren, z. B. Mut, Stärke, Führerschaft, Energie, Gelassenheit, Verspieltheit oder Ernsthaftigkeit, Einfachheit oder Eleganz, Lebhaftigkeit oder Ruhe. Schau dir an, was du gesammelt hast, und grenze deine Auswahl ein. Zurück zu unserem Beispiel mit der Therapie: Vielleicht findest du, dass eines der Bilder, die deiner Meinung nach deine Zielgruppe ansprechen könnten, Blumen sind. Während dieses Bild deine Zielgruppe interessieren könnte, definiert es auch deine Marke? Oder ist deine Marke stattdessen eher wie ein heilender Garten mit einem Brunnen?

Sei konsequent

Konzentriere dich auf deine Botschaft. Verwende keine Bilder oder Wörter, nur weil du sie magst. Jedes Mal, wenn du etwas zu deinem Moodboard hinzufügst, frage dich „Kommuniziert dies meine Marke?“ und „Ist dies etwas, was meiner Zielgruppe gefallen würde?“

Was enthalten sein sollte

Werde richtig kreativ und hebe dein Moodboard mit diesen Ideen auf’s nächste Level:

Bilder

Ziehe klassische Fotos, Vintage-Illustrationen oder angesagte Bilder in Erwägung. Oder gehe einen Schritt über das Internet und Haushaltsmagazine hinaus und verwende deine eigenen Fotos. (Pinterest hat vor Kurzem ein neues Tool namens Lens vorgestellt, mit dem man Bilder suchen kann. „lens ist ein Tool in der Pinterest-App, die wie ein Shazam für Gegenstände funktioniert. Richte sie auf Essen, Möbel oder sogar den Nachthimmel und Pinterest wird dir Objekte anzeigen, von denen es glaubt, dass sie ähnlich sind.)

Farben

Welche Farben definieren deine Marke? Denke über die Farben deiner Verpackung hinaus an Farben, die dieselben Emotionen vermitteln wie deine Marke. Ist Patriotismus ein Gefühl, das deine Marke erzeugt wie in dem Moodboard mit britischen Bildern? (Du kannst „God Save the Queen“ förmlich hören, wenn du es ansiehst, oder?) Oder steht deine Marke für Lebhaftigkeit und Freude, wie beim auffälligen, gelben Moodboard? Sollten deine Farben warm oder kalt sein? Gedeckt oder kräftig?

Visuelle Metaphern

Nimm Abstand vom Buchstäblichen und werde symbolischer, mit Bildern, die als visuelle Metaphern fungieren. Zum Beispiel ein schnelles Auto für „schnell“, ein Tiger, der synonym für „Wildheit“ ist, ein Schloss, das für „Sicherheit“ steht oder Mineralwasser, um „Erfrischung“ darzustellen.

Via M.C. Escher

Kunst

Fülle dein Moodboard mit berühmter Kunst oder Stilen bekannter Künstler wie Lichtenstein, Warhol und Van Gogh für ein klassisches oder modernes Gefühl.

Worte

Einzelne Wörter oder inspirierende Zitate in Verbindung mit unterstützenden Bildern können sehr wirkungsvoll sein, um deine Marke zu beschreiben.

Via Lifehack
Via Befonts

Buchstaben

Verschiedene Schriftarten und -stile senden ebenfalls eine Botschaft. Eine Serifenschrift beispielsweise sieht sehr professionell geschäftsmäßig aus, während eine Schrift in Kleinbuchstaben lockerer und zwangloser scheint.

Textur

Fotos von Texturen auf einem digitalen Moodboard oder die echten Materialien auf einem physischen Moodboard inspirieren eine zum Nachdenken anregende Botschaft. Suche nach Stoff, Papier mit Textur, Kacheln, Knöpfen, Muscheln oder Blumen.

Muster und Formen

Organische Formen aus der Natur spiegeln Gelassenheit und Ruhe wider, während sich wiederholende Muster eine visuelle Energie und Bewegung erzeugen.

Setze alles zusammen

Nun, da du deine Materialien und Bilder gesammelt und sortiert hast, positioniere sie auf deinem Moodboard. Konzentriere dich mit größeren Bildern auf wichtige Themen und platziere kleinere Bilder um diese herum, um deine Botschaft zu unterstützen.

restorative therapy logo
Markenidentität von Daria V.

Ein Moodboard für ein neues Unternehmen zu erstellen, ist ein idealer erster Schritt, um dir dabei zu helfen, deine Marke zu bestimmen und zu entwickeln. Es wird sich als nützliche Anleitung erweisen, wenn du damit beginnst, das Marketing für dein Unternehmen zu entwerfen, und die Sachen von deinem Moodboard nimmst, um daraus etwas so Wirkungsvolles und Einprägsames zu machen wie diese Markenidentität.

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