Verpackungen sorgen auf der Welt für Ordnung. Ob es nun die Packung deiner M&Ms ist, der Korb für deine dreckige Wäsche oder die Flasche, die dein köstliches Bier enthält – diese Behälter, in die wir Dinge tun, sind wichtig!

Verpackungsdesign

Was also ist eine Produktverpackung? Sie ist eine praktische Sache, natürlich. (Ich mein, wie sonst sollst du das Bier in deinen Mund bekommen?) Aber sie ist mehr als das. Wie jedes gute Design erzählt die Verpackung eine Geschichte. Sie ist zudem ein sinnliches Erlebnis und spricht uns durch Aussehen, Gefühl und Geräusch (und möglicherweise Geruch und Geschmack, abhängig von Produkt/Verpackung) an. All diese Details helfen uns dabei zu verstehen, wofür das Produkt steht, wie es verwendet werden sollte, wer es verwenden sollte und – vielleicht am wichtigsten – ob wir es kaufen sollten oder nicht.

Im ultimativen Guide für Verpackungsdesign schauen wir uns an, wie du deine Verpackung dazu bekommst, die Geschichte zu erzählen, die du erzählen willst.

Inhalt:

Bevor du mit deinem Verpackungsdesign beginnst

3 wesentliche Fragen

Es gibt drei Fragen, die du beantworten musst, bevor du damit beginnst, die Verpackung für dein Produkt zu gestalten:

  1. Um was für ein Produkt handelt es sich?
  2. Wer kauft das Produkt?
  3. Wie kaufen die Leute das Produkt?

Schauen wir uns diese Fragen einmal genauer an:

nuala packaging design
von Martis Lupus

1. Um was für ein Produkt handelt es sich?

Keine Fangfrage; dies sollte leicht zu beantworten sein. Was verkaufst du? Wie groß ist es? Aus welchen Materialien besteht es? Ist es empfindlich?

Diese Frage wird dir dabei helfen, herauszufinden, ob es irgendwelche logistischen Notwendigkeiten für deine Produktverpackung gibt. Ein empfindlicheres Produkt wird beispielsweise eine sichere Verpackung benötigen. Etwas Großes mit ungewöhnlichen Ausmaßen andererseits benötigt möglicherweise eine maßgeschneiderte Lösung statt einer Standardverpackung.

2. Wer kauft das Produkt?

Soll das Produkt von Männern oder Frauen benutzt werden? Oder beiden? Ist es für Kinder oder Erwachsene? Zielt es auf umweltbewusste Menschen ab? Auf Menschen mit geringem oder hohem Einkommen?

Die Verpackung eines Produkts sollte den gewünschten Kunden ansprechen; es ist wichtig zu wissen, wer dieser Kunde ist, bevor du mit der Gestaltung beginnst. Produkte für ältere Menschen benötigen möglicherweise größeren Text. Andererseits sollten Produkte, die auf wohlhabende Kunden abzielen, Verpackungen haben, deren Material sich luxuriös anfühlt.

3. Wie kaufen die Leute das Produkt?

Kaufen sie es in einem Supermarkt? Einer kleinen Boutique? Online?

Wenn du dein Produkt online verkaufst, musst du die Verpackung anders angehen, als wenn es sich in einem Laden im Regal gegen andere Produkte durchsetzen muss. Sachen, die online verkauft werden, sollten keine Verpackung haben, die sich knicken lässt, und auch nicht viel zusätzlichen Platz haben, damit das Produkt umherfliegt. Und die Sachen, die in einer Boutique im Regal stehen werden, müssen dem Kunden, der umgeben von niedlichen Dingen in niedlichen Verpackungen ist, direkt ins Auge springen.

Hast du deine Antworten? Gut. Sie werden dich bei den anderen (vielen) Entscheidungen leiten, die du während des Designens der Verpackung machen musst.

Du grübelst immer noch über die Fragen? Dann bist du vermutlich noch nicht bereit, mit dem Designen deiner Verpackung zu beginnen. Das ist okay! Es ist besser, sich Zeit zu nehmen und es richtig zu machen, als es zu überstürzen.

Informationen, die du sammeln musst

Markenanforderungen

Manchmal steht ein Produkt für sich und manchmal repräsentiert es eine etablierte Marke. Wenn deine Verpackung einer bestimmten Markenästhetik entsprechen muss, stelle sicher, dass du folgende Informationen zusammengetragen hast, bevor du beginnst:

  • Farben
    Wenn du bereits die CMYK- oder Pantone-Werte hast, füge sie mit ein, da sie eigens für den Druck sind. (Falls nicht, Hex-Code ist auch okay.)
  • Schriftarten
    Vergewissere dich, dass du die richtigen Schriftarten und Anweisungen, wie sie verwendet werden sollen, hast. (z.B. Unterschneidung und Schriftstärke)
  • Logo
    Wenn du ein Logo auf die Verpackung drucken willst, beachte, dass du die Vektordateien parat hast.
99designs font guidelines

Inhalte, die auf die Verpackung müssen

Was das sein wird, hängt von deinem Produkt ab, aber du solltest dich vergewissern, alles geklärt zu haben, bevor du anfängst. Beachte, dass es abhängig von deiner Branche einige Dinge geben kann, die aus rechtlichen Gründen auf der Verpackung sein müssen.

Eventuell benötigst du:

  • Geschriebenen Text
    Das kann alles vom Namen deines Produkts bis zu einer Beschreibung, die jemanden zum Kauf verführt, sein.
  • Bilder
    Willst du Bilder auf deiner Verpackung? Du musst diese fertig haben, bevor du mit dem Designen beginnst.
  • Vorgeschriebene Zeichen
    Abhängig von deinem Produkt / deiner Branche musst du einen Barcode, Nährwertinformationen und andere Zeichen auf deine Verpackung drucken.
  • Du musst wissen, welche temporären Inhalte du benötigst
    Einige Produkte, wie Lebensmittel und Kosmetika, benötigen zusätzliche Informationen, die auf unterschiedliche Produktchargen gedruckt werden müssen (Verfallsdatum und Fertigungsnummer). Du willst diese vermutlich nicht direkt auf deine Verpackung drucken, da sie sich regelmäßig ändern, aber du solltest Platz für einen Aufkleber oder Stempel mit diesen Informationen lassen.
product packaging copy and images
von Martis Lupus

Stile, die du magst und nicht magst

Es ist eine gute Idee, ein paar Stil-Inspirationen zu sammeln, bevor du mit dem Designen beginnst. Sammle Verpackungen, die dir gefallen. Mach Fotos, wenn du in einem Geschäft bist. Erstelle eine Pinterest-Seite.

Vergiss nicht, Stil-Inspirationen müssen nicht immer eins zu eins übertragen werden. Vielleicht gefällt dir die Farbe eines bestimmten Shirts, der Druck auf den Vorhängen deiner Tante oder die Schriftart des Schildes eines Sandwichshops. Eine Sache, die du allerdings nicht vergessen darfst, ist, dass du nicht notwendigerweise Designideen für dich selbst sammelst, sondern für deinen gewünschten Kunden. Vielleicht magst du Shabby-Chic und Vintage, aber wenn du Motorradjacken für Babys an knallharte Mütter verkaufst, ist das vermutlich nicht der beste Stil für deine Verpackung.

Eine weitere Sache, die du dir überlegen musst, sind die Materialien. Du musst jetzt noch nicht sofort irgendwelche Entscheidungen treffen, aber dir sollten die unterschiedlichen Optionen bekannt sein.

Budget

Das Budget für Verpackungsdesign unterteilt sich in zwei Kategorien:

  1. Einmalige Kosten
  2. Kosten pro Stück

Einmalige Kosten beinhalten Dinge wie die Kosten für das originale Design, das Erwerben der Stanze (wenn du es selbst machen willst) und der Druckplatten (für große Offsetdrucke). Du bezahlst diese im Voraus und in der Regel nur einmalig (es sei denn, du änderst dein Design).

Die Kosten pro Stück beziehen sich grundsätzlich auf die Materialien und Arbeitskosten. Jeder Karton wird einen bestimmten Betrag kosten, genauso das Papier, mit dem du ihn ausstopfst, und das Klebeband, um ihn zu verschließen. Und entweder du bezahlst jemanden, der dein Produkt verpackt, oder du machst es selbst.

Du musst eine ungefähre Vorstellung davon haben, wie viel du ausgeben willst, bevor du mit dem Designen anfängst. Denk daran, dass billiger nicht immer besser ist; ein bisschen mehr für deine Materialien zu bezahlen, kann deine Präsentation aufwerten (und deinen Verkaufspreis), indem es dich aus der Masse der Mitbewerber herausstechen lässt.

Das Designen der Produktverpackung in 7 Schritten

Sobald du all diese Informationen zusammen hast, ist es endlich Zeit für den spaßigen Teil: das Designen! Erinnerst du dich, wie wir gesagt haben, dein Design soll eine Geschichte erzählen? Die Entscheidungen, die du während des Designprozesses triffst, sind das, was dir dabei helfen wird, diese Geschichte zu erzählen.

1. Verstehen der Verpackungsschichten

Es gibt drei „Schichten“ der Produktverpackung: Umverpackung, Innenverpackung und Produktverpackung. Dein Produkt benötigt vielleicht eine, vielleicht all drei dieser Ebenen.

von barzco
von Cacau Quente für patrick Bm

Die Umverpackung ist das Erste, was ein Kunden sieht. Sie schützt dein Produkt vor der Umgebung. Das könnte der Karton sein, in der das Produkt versendet wird, oder die Einkaufstasche, in der es ins Geschäft kommt.

crinkle paper
via Lumi

Die Innenverpackung hält dein Produkt sicher in der Umverpackung. Das können Styroporbällchen oder Papier sein, die verhindern, dass dein Produkt Kratzer bekommt. Oder es könnte eine versiegelte Tüte sein, die die Frische erhält.

von Imee008 für 6DT
von Mj.vass für kim.nwf
von febriana

Die Produktverpackung ist das, woran die meisten Leute denken, wenn sie an Verpackungen denken: Die Schachtel, in der das Spielzeug kommt, die Flasche mit dem Label, das Etikett an einem Kleidungsstück, das Papier eines Schokoriegels.

Jede dieser Schichten gibt dir die Möglichkeit, einen Teil deiner Geschichte zu erzählen.

2. Wähle die richtige Verpackungsart

Es gibt viele verschiedene Arten von Verpackung für dein Produkt:

Quadratsches Box-Design von tequillica
Nicht-quadratisches Box-Design von Zoe Shtorm für Jphepp
Tüten-Design von WSIO RYBA
Flaschen-Design von Emir Alicic
Röhren-Design von Sasha999 für edmundob
Etiketten-Design von Nebel
Paket-Design von gregdo
Becher-Design von exsenz für gracian.ani
Spender-Design von Danny Design Studio

Zwischen einer Schachtel und einer Flasche zu wählen ist manchmal sicher ein Klacks. Aber manchmal auch nicht. Hier sind ein paar Dinge, die du bedenken musst, wenn du die richtige Verpackung für dein Produkt auswählst:

via WILX
via David Aaker
  • Das Produkt
    Alles fällt darauf zurück! Wenn du etwas Flüssiges verkaufst, grenzt das deine Möglichkeiten ein. (Lass das aber nicht deine Kreativität unterdrücken! Schau dir Capri Sonne an: Sie haben die Trinkpäckchen-Industrie mit ihrem Saftbeutel auf den Kopf gestellt. Oder Go-Gurt, die aus einem Joghurt, für den man normalerweise einen Löffel braucht, einen Snack gemacht haben, den man aus der Packung saugen kann.)
aqua rose bottle
Eine maßgefertigte Flasche wird sehr viel teurer als eine Standardflasche. Von cabinet für Bryson Ishii.
  • Die Konkurrenz
    Füllen alle anderen ihre Suppe in eine Dose? Du solltest gut darüber nachdenken, deine Suppe in etwas anderes zu füllen. Einerseits wird es dich hervorheben und dich von anderen unterscheiden. Auf der anderen Seite sind Konsumenten an Suppendosen gewöhnt und Supermärkte sind darauf ausgerichtet, Dosen in ihre Suppenregale zu stellen, was dazu führen kann, dass deine Suppenpackung einen schweren Stand hat.
  • Das Budget
    Du hast vielleicht eine großartige Idee, wie du deine Astrologie-Glücksbringer in einer sternförmigen Packung verkaufen kannst, aber wenn dein Budget bei 50 Cent pro Packung liegt, wird das kaum möglich sein. Vergiss nicht immer den Zielkunden im Auge zu haben: Wenn du deine Glücksbringer für 12 Euro pro Stück verkaufst, ist eine einfache, kostengünstige Packung vermutlich die beste Wahl. Wenn es aber handgefertigte, goldene Andenken sind, die du für 100 Euro verkaufst, bist du vermutlich besser dran, dein Budget ein wenig zu erhöhen und die edle sternförmige Packung zu wählen.

3. Setz dich mit deinem Drucker zusammen

Du wirst nicht mit dem Druck beginnen, bevor du das fertige Design hast. Aber du solltest schon lange vorher darüber nachdenken! Dich mit deinem Drucker in Verbindung zu setzen, hilft dir nicht nur, über die Druckkosten bescheid zu wissen, sondern er kann dir auch genaue Informationen geben, die deinem Designer dabei helfen, die Dateien vorzubereiten.

Ein paar Dinge, die du ihn fragen solltest:

Pyramid top box with dyeline
via Packaging & Dielines
  • Stanzkonturen
    Wenn du dich für eine Schachtel in normaler Größe entscheidest, sollte der Drucker dir Vorlagen für Stanzkonturen geben können, die du deinem Designer geben kannst.
  • Dateianforderungen
    Dein Drucker wird eine Vektordatei benötigen. Muss die Datei Ebenen enthalten? Sollte sie Schnittlinien enthalten oder nicht? Dein Designer sollte eine druckfertige Datei bereitstellen (in der Regel Adobe Illustrator (.ai), Photoshop (.psd), PDF oder EPS). Du wirst diese Dateien möglicherweise nicht öffnen können, wenn du nicht die richtige Software hast, dein Drucker aber schon. Der Designer wird ebenfalls ein anschauliches Mock-up im PNG oder JPG Format zur Verfügung stellen (welches jeder öffnen kann). Vergewissere dich, dass du verstehst, welcher Dateityp wofür ist, damit du den richtigen Leuten die richtigen Dateien geben kannst.
  • Farboptionen
    Manche Drucker sind in der Lage, Farbabstimmung für jede Pantone-Farbe vorzunehmen. Andere (besonders günstigere) haben eine begrenzte Farbpalette zur Verfügung, mit der du arbeiten kannst.
  • Digitaler vs. Offsetdruck
    Welche Art verwendet dein Drucker? Wenn er Offsetdruck verwendet, was ist die Mindestbestellanzahl?

4. Entwirf deine Informationsarchitektur

Denk zurück an diese drei Fragen, besonders wer dein Produkt kauft und wo sie es finden. Du wirst sie dazu nutzen, um die Informationsarchitektur für deine Verpackung zu entwerfen.

Du hast vielleicht wunderschöne Bilder von deinem Produkt in Aktion, eine hervorragende Referenz von einem Kunden, einen originellen Slogan, der sagt, wie großartig du bist, und eine tolle Grafik, die den Kunden zeigt, wie dein Produkt zu verwenden ist. Aber wenn ein Käufer deine Verpackung ansieht, wird er sich nur an eine Sache erinnern können. Welche soll das sein?

Wähle die Sache, die mit Abstand am wichtigsten für deine Kunden ist. Diese sollte das Herzstück deines Designs sein.

Danach kannst du zwei der drei Dinge hinzufügen, die du zeigen möchtest, sobald sie dein Produkt in der Hand halten (oder auf den Link geklickt haben). Schauen wir uns ein paar Beispiele an:

Lelinis Markenname ist das wichtigste, gefolgt von einer Unterüberschrift, die Kunden sagt, was das Produkt für sie tun kann. Von Mizazney für fabmol
Das wichtigste, das der Konsument über diese Tomaten wissen muss, ist, dass sie „organic“ sind. Das Foto zeigt dann, wie sie zubereitet sind. Von tomdesign.org für Michael AFF
Schau die das Foto an … hungrig? Du siehst genau, was dich erwartet. Und auf den zweiten Blick erfährst du, wie einfach die Zubereitung ist. Von Mj.vass für ricard S

5. Evaluiere ein Verpackungsdesign

Du hast ein paar großartige Ideen! Jetzt ist es an der Zeit für ein bisschen Feedback. Hier sind ein paar Dinge, die du dir durch den Kopf gehen lassen solltest:

  1. Ist klar, worum es sich bei deinem Produkt handelt?
    Wenn man sich die Verpackung ansieht, ist es deutlich, um was für ein Produkt es sich handelt und für wen es ist? Käufer geben nur Geld für Dinge aus, die sie verstehen. Stelle sicher, dass deine Verpackung nicht wie irgendetwas anderes aussieht (es sei denn, das ist deine volle Absicht). Du willst deine Kunden auf keinen Fall verwirren.
fabuloso
Mmmm…Sieht aus, wie eine leckere Fruchtlimo. Ist es aber nicht. Es ist ein Reinigungsmittel. Es ist wichtig sicherzustellen, dass deine Produktverpackung keine falsche Geschichte erzählt. Via Acosta Design.
  1. Spiegelt deine Verpackung dein Produkt auf ehrliche Art und Weise wider?
    Eines der schlimmsten Dinge, die du tun kannst, ist dein Produkt falsch darzustellen. Achte darauf, dass alle Bilder auf der Verpackung tatsächlich Bilder deines Produkts sind. Natürlich kannst und solltest du dich von deiner besten Seite zeigen, aber wenn du ein Bild von einem Muffin mit Rosinen zeigst, jeder Muffin aber tatsächlich nur eine Rosine enthält, wird sich der Kunde betrogen fühlen (und wahrscheinlich nie wieder etwas von dir kaufen).
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Die Verpackung zu diesem Produkt ist ganz klar irreführend. Wo sind die restlichen Rosinen? Via Funtasticus.com
  1. Wie wird die Verpackung in 3D aussehen?
    Ein guter Designer sollte dir ein Mock-up zur Verfügung stellen, sowohl druckfertig (flach) als auch in 3D. Du kannst auch selbst ein Mock-up basteln, indem du etwas auf weißem Papier ausdruckst und es zu einer Tube oder einem Karton formst. Dies wird dir helfen, Dinge zu bemerken, die du normalerweise nicht bemerken würdest. Manchmal sieht ein Bild großartig aus, wenn es flach ist, aber schrecklich, wenn man es zusammensetzt (oder andersherum). Stelle sicher, dass du den Unterschied verstehst.
  2. Wie wird die Verpackung im Laden aussehen?
    Der Eindruck im Regal ist besonders wichtig für Produkte, die im Geschäft verkauft werden. Das solltest du beachten:
  • Wie viel wird von der Verpackung zu sehen sein? Wenn Produkte nebeneinander aufgereiht sind, kann man in der Regel nur eine Seite sehen. Stelle sicher, dass deine wichtigsten Informationen vorne und in der Mitte sind.
  • Wie wird es aussehen, wenn diese Produkte nebeneinander und aufeinander gestapelt sind? Entsteht dadurch ein Muster? Willst du, dass dort ein Muster entsteht?
  • Wie wird es im Vergleich zu deiner Konkurrenz aussehen? Gehe in einen oder mehrere Läden, in denen dein Produkt verkauft werden soll, und finde heraus, wo es stehen wird. Haben die meisten Produkte eine Farbe? Was wirst du tun, damit dein Produkt hervorsticht und wahrgenommen wird?
shampoo packaging on a shelf
via Trending Packaging
  1. Ist das Design vielseitig?
    Es gibt im Moment vielleicht nur eine Geschmacksrichtung von Tante Mirandas scharfer Sauce, aber in der Zukunft möchtest du vielleicht Tante Kelseys Berüchtigte Buffalo Sauce und Tante Sashas Geheimen Caesar Dip rausbringen. Lässt sich dein Design leicht modifizieren, um sich den neuen Variationen deines Produkts anzupassen?
vegan jerky packaging flavors
von Mj.vass für Louisville Vegan Jerky Co
  1. Ist deine Verpackung wiederverwendbar?
    Dies ist vielleicht nicht für jedes Produkt wichtig, aber du solltest dir überlegen, ob deine Verpackung wiederverwendet werden kann (und ob du das willst)! Kann deine Tüte beispielsweise als Einkaufstasche verwendet werden? Kostenloses Marketing! Wenn du Gartenhandschuhe verkaufst, kann deine Packung als Übertopf benutzt werden? Das ist clever und funktional!

6. Sammle Feedback

Bevor du dich zu 100% auf ein Design festlegst, stelle sicher, dass du es sowohl deinen Hauptpartnern als auch Leuten zeigst, die noch nie von deinem Produkt gehört oder es benutzt haben.

Selbst wenn es nur dein Nachbar ist, Menschen die nichts direkt mit deinem Produkt zu tun haben, werden Dinge bemerken, die dir nie aufgefallen sind. Frage sie:

  • Was tut das Produkt?
  • Wer soll das Produkt kaufen?
  • Welche Kernbotschaft vermittelt dir diese Verpackung?

Ihre Antworten werden dir helfen, herauszufinden, ob die Verpackung das kommuniziert, was sie kommunizieren soll. Wenn nicht, gehe zurück zu deinem Designer und finde heraus, was du ändern kannst.

7. Besorge die richtigen Dateien von deinem Designer

Du hast dich für dein Verpackungsdesign entschieden. High-five!

Schau dir jetzt noch mal die Infos von deinem Drucker an und vergewissere dich, dass du die richtigen Dateien hast. Du wirst vermutlich folgendes benötigen

  • Stanzkonturen der Verpackung im Vektorformat. Dies wird vermutlich eine Datei von Adobe Illustrator (.ai), .pdf oder .eps sein. Du wirst eine für jede Variante deiner Verpackung benötigen. (Wenn du 3 Geschmacksrichtungen hast, wirst du also 3 Stanzkonturen brauchen.)
  • Farbcodes. Wenn dein Drucker benutzerdefinierte Farben druckt, vergewissere dich, die Pantone oder CMYK Farbcodes parat zu haben, damit alles so aussieht, wie du es dir vorstellst

Verpackungsdesign-Glossar

Was heißt das? Hier ist ein kleines Handbuch der gängigsten Begriffe im Verpackungsdesign:

Adobe Illustrator (AI) – Adobe Illustrator ist ein Designprogramm, mit dem man Vektorgrafiken erstellt (welche du für den Druck benötigst). Dateien aus diesem Programm haben die Endung .ai. Du brauchst Adobe Illustrator, um diese Dateien zu öfnen. (Wenn du es nicht hast, ist das kein Problem. Dein Drucker hat es.)

Barcodes (UPC und EAN) – Barcodes sind diese Linien auf jeder Verpackung. Sie enthalten maschinenlesbare Daten, welche Informationen über das Produkt beinhalten, einschließlich des Preises. Es gibt verschiedene Arten von Barcodes, einschließlich UPC (Universal Product Code) – der gängigste Barcode in Nordamerika – und EAN (International Article Number. Hieß ursprünglich „European“, daher das E) – ein weltweit verwendeter Barcode. Du solltest diese beantragen, bevor du deine Verpackung designst.

Beschnitt – Beim Druck nutzt man einen Anschnitt, wenn dein Design bis an den Rand des Papiers (oder Kartons) geht. In diesem Fall werden Designer ein kleines Stück zusätzlich hinzufügen (den „Beschnitt“), damit ein bisschen Platz für Fehler ist, wenn dein Design gedruckt und auf die richtige Größe zugeschnitten wird und die Schnitte ein paar Millimeter abweichen.

Dose – Ein runder oder zylindrischer Behälter, in der Regel aus Metall, in dem Dinge wie Essen und Chemikalien aufbewahrt werden.

CMYK – Steht für Cyan (Blau), Magenta (Rot), Yellow (Gelb) und Key (Schwarz). Diese vier Farben werden beim Druck verwendet. Jede Farbe hat einen CMYK-Code, der dem Drucker hilft, die Farbabstimmungen zwischen dem Design und der fertigen Verpackung vorzunehmen.

Stanzkonturen – Das abgeflachte Muster deiner Produktverpackung. Designer und Drucker benutzen sie, um das richtige Layout für die Verpackung zu erstellen.

EPS – Steht für „Encapsulated PostScript“. Es ist eine Dateiendung für Vektor-basierte Bilder. Sie können üblicherweise nur in speziellen Designprogrammen geöffnet werden.

Digitaldruck – Eine moderne Druckmethode, bei der Informationen über die Datei digital an den Drucker gesendet werden und jedes Teil der Verpackung einzeln durch diesen Drucker geschickt wird. Digitaldruck eignet sich besonders für kleine Auflagen und kurze Durchlaufzeiten. Oftmals ist der traditionelle Offsetdruck günstiger für größere Auflagen.

Offsetdruck – Eine Drucktechnik, bei der Platten deines Designs in vier Farben erstellt werden (CMYK). Diese Platten laufen dann durch einen großen, industriellen Drucker. Offsetdruck hat hohe Einrichtungskosten (z.B. die Platten, die erstellt werden müssen), aber bei hohen Auflagen (normalerweise über 1000 Stück) ist es ökonomischer.

Pantone – Pantone ist ein Unternehmen, welches das Pantone Matching System (PMS) entwickelt hat. Das PMS ist ein Katalog von standardisierten Druckfarben. Jede Farbe hat eine zugewiesene Nummer und kann auf nahezu jedem Drucker vervielfältigt werden.

PDF – Steht für Portable Document Format. Es ist ein vielseitiges Dateiformat, das entweder eine Vektor- oder Rastergrafik sein kann (du willst eine Vektorgrafik für die Verpackung!) und sowohl Bilder als auch Text unterstützt. PDFs können auf nahezu jedem Computer geöffnet werden.

Rasterformat – Rasterbilder bestehen aus tausenden winzigen Punkten (Pixel). Als solche sind sie schwer in ihrer Größe veränderbar.

RGB – Steht für Rot, Grün, Blau, die drei Grundfarben (die kombiniert alle anderen Farben ergeben können) im Licht, die sich daher für digitale Bildschirme eignen. RGB oder Hex-Codes werden dazu verwendet, Farben in digitaler Umgebung zu identifizieren; man kann sie in CMYK und Pantone Farbcodes für den Druck konvertieren.

Vektorformat – Vektorbilder bestehen aus Linien. Daher lassen sie sich leicht in der Größe verändern.

99designs empfiehlt

Bist du bereit mit deiner Produktverpackung loszulegen? Hier sind ein paar tolle Unternehmen, mit denen wir gearbeitet haben und die wir uneingeschränkt empfehlen können.

Für dein Verpackungsdesign:

  • 99designs (Ich meine, wir dürfen doch wohl schon ein bisschen Werbung für uns selbst machen, oder?)

Für Schachteln, Versandtaschen und Kartons:

Für Etiketten, Einwickelpapier und Schachteln:

Für Label und Sticker:

Beginne noch heute mit dem Designen deiner eigenen großartigen Produktverpackung!