Ein überzeugendes Grafikdesign-Portfolio ist dein Ticket zum beruflichen Erfolg. Es ist deine Visitenkarte und ebnet dir den Weg nach oben. Es ist die visuelle Repräsentation von allem, was du bisher geschaffen hast, und ein Symbol dafür, wo du in Zukunft sein willst. Es muss einfach richtig gut sein!

Um dein Portfolio aus der stetig wachsenden Masse hervorstechen zu lassen, ist es hilfreich zu wissen, was es enthalten sollte und was nicht. So erstellst du ein Grafikdesign-Portfolio, das deine Klienten umhaut.

Das gute Zeug muss rein

Portfolio by Meg Reid
Designs von Megireid.

Wenn du darüber nachdenkst, was in deinem Grafikdesign-Portfolio enthalten sein sollte, gibt es eine einfache Antwort: nur deine besten Arbeiten.

Wenn du ein Portfolio erstellst, musst du dafür sorgen, dass jedes Beispiel brilliert und dabei hilft, eine breite Palette an Fähigkeiten und Können zu zeigen. Wenn du am Anfang deiner Karriere stehst, bedeutet das, dass dein Portfolio vielleicht recht kurz ist und nur eine Seite mit wirklich starken Projekten beinhaltet, die dich stolz machen. Man sollte sich nicht durch dutzende Designs blättern müssen, um die wirklich guten Sachen zu finden.

Behalte allerdings im Hinterkopf, dass nicht all deine Beispiele aufregend sein müsse. Ein gut gemachtes Visitenkartendesign oder eine Landingpage sind vielleicht nicht das reizvollste Produkt, zeigen einem potenziellen Klienten aber dennoch, was du alles anfertigen kannst. Und nicht jedes Beispiel muss eine Arbeit sein, für die du bezahlt wurdest. Du kannst ruhig das Poster, dass du für das Projekt eines Freundes design hast, einfügen oder eine Illustration, die du in deiner Freizeit gemacht hast. Aber achte darauf zu kennzeichnen, was bezahlt wurde und was du aus eigenem Antrieb gemacht hast.

Mister Frostys Ice Cream logo
Ein umwerfendes Logo-Design via green in blue.

 

Lass zweifelhafte Arbeiten weg

Bezüglich der Frage, was du weglassen kannst: Jedes Projekt, bei dem du mit dem Ergebnis unzufrieden warst. Jeder Grafikdesigner wird hin und wieder einen Kampf mit dem Kunden verlieren, um ihn glücklich zu machen und seiner Vorstellung zu entsprechen. Darüber musst du dir nicht den Kopf zerbrechen. Aber in deinem Portfolio ist nur Platz für deine besten Arbeiten. Du bist vielleicht versucht, eine Erklärung anzuhängen, dass du den vom Kunden gewünschten Pinkton oder die Schriftart, die du ihm nicht ausreden konntest, nicht so gut fandestLass es. Lass dir Arbeit für sich selbst sprechen. Sich bezüglich der Wünsche des Kunden herauszureden wird dich nur kleinlich und verbittert aussehen lasen und einen Kunden eventuell abschrecken.

Goat smoking cigar
Dieses Design von blackscreenshinobi für ericvesprini zeigt eine aussagekräftige Illustration.

Und füge nicht zahlreiche Beispiele von Arbeiten im selben Stil bei. Wenn du 50 Logos designt hast, wähle die besten fünf. Nimm vielleicht ein Logo einer urigen Brauerei und eines für eine hochwertige Boutique. Noch einmal: Die wichtigste Erkenntnis für Betrachter deines Portfolios sollte dein Können und deine Bandbreite sein. Verzichte auf Beispiele, bei denen du in einem Team gearbeitet hast und nicht integraler Bestandteil bei der Umsetzung des finalen Designs warst. Sicher, vielleicht ist es ein tolles Design, aber wen es jemand anderes illustriert hat und ein Kunde dich bittet, etwas Ähnliches anzufertigen, wirst du nicht in der Lage sein, seinen Wunsch zu erfüllen.

Überleg dir dein Format

Erkundige dich über die Website, auf der du dein Portfolio präsentieren möchtest. Vielleicht ist deine beste Wahl eine Plattform, auf der du ein Profil erstellen und deine Beispiele hochladen kannst. Egal für welche Option du dich entscheidest, achte darauf, dass die Website nicht nur eine äußerst visuelle Seite hosten kann, sondern auch deine Arbeiten auf ästhetisch anspruchsvolle Weise präsentiert. Eine Seite im Galerie-Stil mit vielen kleinen Einträgen könnte gut für Logo-Designs sein, aber wenn du Fotograf bist, müssen deine Fotos im Vollbild angezeigt werden, um Wirkung zu erzielen. Viele Websites für Portfolios bieten Vorlagen und Erweiterungen mit Lightbox-Galerien speziell für Fotografen. Wenn du über eine Bandbreite an Stilen und Formaten verfügst, unterteile sie in verdauliche Mini-Portfolios, die leicht zu navigieren und zu durchsuchen sind.

Wolf Town book cover
Habe keine Angst davor, mehrere Entwürfe desselben Designs zu zeigen. Artrocity für Wolf Town.

 

Erzähle eine Geschichte

Stell dir dein Portfolio wie das Erzählen einer Geschichte vor. Es sollte einen Erzählbogen mit einem Anfang, einem Mittelteil und einem Ende haben, bei dem deine stärkste Arbeit als Stütze für Anfang und Ende dient. Wenn du die guten Sachen alle an den Anfang stellst, wird ein Kunde wohlmöglich mit einem schlechten Eindruck zurückbleiben, wenn die Arbeiten im Verlauf immer schwächer werden. Auf der anderen Seite kann es sein, dass ein viel beschäftigter Personalchef oder Art Director die besten Beispiele, die er sehen soll, gar nicht erst findet. Bildunterschriften oder Erklärungen sollten kurz und auf den Punkt sein. Lasse deine Arbeiten für sich selbst sprechen. Kunden können dich kontaktieren, wenn sie Fragen haben. Alles Geschrieben in deinem Portfolio sollte ehrlich und selbstbewusst daherkommen.

Floral Chemistry logo
Dieses Beispiel von thisisremedy für Floral Chemistry zeigt sauberes, innovatives Design.

Wenn du dich für längere Schilderungen wie eine Biografie entschiedest, bleibe beim Thema und vermeide abschweifende Gedanken. Klienten müssen nicht alles über dich wissen, um sich für dich zu entscheiden. Sorge dafür, dass deine Kontaktinformationen leicht zu finden und aktuell sind.

Werde sozial

Vergiss nicht, dass dein Portfolio nur ein Teil deiner Onlinepräsenz als Grafikdesigner ist. Füge deine Profile auch den sozialen Medien zu. Soziale Medien können ein toller Weg sein, deine Marke aufzubauen und das nötige menschliche Element einzubringen, das einen Kunden davon überzeugt, dich zu engagieren. Entwickle Profile in den sozialen Medien, die eine Verbindung zu deinem Portfolio herstellen und mit ihm interagieren. Retweete vielleicht ein Web-Poster, das du für ein Event designt hast, oder nutze deinen Instagram-Feed, um laufende Arbeiten, verworfene Entwürfe oder sogar Fehler zu zeigen. Apps wie Hyperlapse oder andere Timelapse-Programme zeigen deinen Arbeitsablauf an einem großen Projekt in einem kurzen und unterhaltsamen Format. Verlinke auf dein Portfolio, um das fertige Produkt zu zeigen.

PIDAPI brand identity
Wenn du mehr als nur eine Art von Design machst, zeige deine Bandbreite. Hier ist ein Beispiel für eine Markenidentität von KisaDesign.

Du kannst soziale Medien auch nutzen, um zu zeigen, wer du als Person bist. Wenn du bei irgendwelchen wohltätigen Zwecken involviert bist oder gemeinnützige Arbeiten gemacht hast, preise es an. Erzeuge Content, der die Leute zu deinem Portfolio schickt, weil sie neugierig auf dich als Person sind. Vergiss nicht: Wenn du dich entscheidest, soziale Medien auf diese Art zu nutzen, musst du deinen Feed sauber und professionell halten. Es ist okay, ein Bild von deiner Katze zu posten, die auf deinem Laptop sitzt – wer liebt kein niedliches Katzenfoto? Aber behalte die Schimpfereien und den Frust über Kunden für dich. Das Letzte, was ein potenzieller Klient sehen will, ist eine Person, mit der die Zusammenarbeit schwierig oder nicht diskret ist. Bewahre deine Privatsphäre und Sicherheit, halte ein paar soziale Kanäle offen und andere privat, wie deine persönliche Facebook-Seite (fuf der all die anderen Katzenfotos zu sehen sein sollten).

Crane gif
Deine besten Designs werden sich ändern. Aktualisiere dein Portfolio so oft wie notwendig, um deine besten Arbeiten hervorzuheben. Via Maryia Dziadziulia.

Vergiss nicht: Es  lebt!

Ein Portfolio steht nicht still. Um genau zu sein, ist es wie ein Lebewesen, dass sich mit dir weiterentwickelt. Es ist eines der tollsten Gefühle der Welt, dein Portfolio zu straffen, alles Überflüssige zu entfernen und durch relevantere, aktualisierte Sachen zu ersetzen. Aktualisiere es häufig, da sich dein Können verbessert und dein Fokus verändert.

Aktualisiere dein Portfolio, während du mehr Erfahrung sammelst, um die Art von Arbeit zu zeigen, die du öfter machen möchtest. Wenn du es wirklich liebst, Landingpages zu designen, und sie gern jeden Tag designen würdest, mache sie zum Eckpfeiler deines Portfolios und erkläre dich selbst zum Experten, auf den ein Art Director oder Personalchef beim nächsten Projekt nicht verzichten kann.

Dein Portfolio sollte frisch, menschlich und wohl überlegt zusammengestellt sein. Wenn es gut gemacht ist, werden potenzielle Kunden oder Arbeitgeber ein gutes Gefühl dafür bekommen, wie du als Person und im Berufsleben bist, und deine Arbeit wird wahrlich glänzen.

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