99nonprofits – Starke Designs von Berlin bis Tokio

99nonprofits ist unsere Initiative, gemeinnützigen Organisationen zu helfen. Mit schönen Designs unserer Community unterstützen wir ihre Kommunikation und machen somit im doppelten Sinne auf ihre Aktionen aufmerksam.

So auch, als sich vor einiger Zeit die in Tokio ansässige Organisation Internship Japan bei uns meldete, um mit uns gemeinsame Sache zu machen. Verena Hopp, Gründerin der NPO erzählt uns, was genau sich hinter der Unternehmung verbirgt.

Official-Logo

 

 

Verena: „Internship Japan habe ich 2012 als LinkedIn Gruppe gegründet, im Laufe der Zeit ein tolles Team um mich versammelt und 2014 im September den NPO-Status in Japan erhalten. Ziel ist es, jungen Leuten aus der ganzen Welt zu helfen, in Japan ein Leben zu beginnen, genau wie ich das tat. Meine Idee war es, durch ein Praktikum im Land Arbeit zu finden. Da das System Praktikum jedoch noch kaum bekannt ist, muss das erst mal einer aufbauen. Das machen wir und helfen ebenfalls beim Finden von Praktikastellen.

Unser Team umfasst viele weitere internationale Leute und Praktikanten, Michael und ich bearbeiten den direkten Kontakt, PR, Marketing und Präsentationen.“

Teamfoto_internship japan

Das Kernteam: Michael Meyer, Verena Hopp, Katsufumi Takahashi und Darrin McNeal

Wie seid ihr auf 99designs gekommen?

Verena: „Durch meine Arbeit in einer japanischen Sprachschule kann ich zu Bildungsmessen und Animeconventions nach Deutschland reisen, eine davon ist die DoKomi. Hier war es der sehr sachkundige Chef der DoKomi, Andreas Degen, den ich nach einem Designer für unser geplantes Maskottchen fragte. Er gab mir den Link zu 99designs. Sehr herzlichen Dank nochmal.“

Und dann habt ihr unser 99nonprofits-Programm entdeckt?

Verena: „Ja, wir haben uns beworben und wurden angenommen. In unserem gesponserten Designwettbewerb ging es darum, Maskottchen zu erstellen. Der Designer Coffee Bean hat den Wettbewerb gewonnen. Er ist mittlerweile Teil unseres Teams geworden und wir lassen ihn auch nicht wieder ziehen! Das anschließende 1-zu-1 Projekt hat mein Kollege Michael angeregt, denn Maskottchen müssen ja auch das Licht der Welt erblicken und gesehen werden, why not LINE zur Verbreitung?“

Ihr habt also in einem Anschlussprojekt Sticker mit dem Designer entworfen. Gibst du uns hier bitte ein paar Details zum Projekt?

Michael: „Als NPO mit schlankem Team sind wir sehr begrenzt, was die Möglichkeiten angeht, echtes Geld für unsere Mission zu sammeln. Da wir noch am Anfang stehen, ist Marketing und Branding fast am wichtigsten, d.h. das Bekanntmachen unseres Namens und unserer Idee, auch oft auf Umwegen. LINE wird von so ziemlich jedem in Japan genutzt und hat somit eine immens große Zielgruppe. LINE bietet jedem die Möglichkeit, die eigenen Sticker auf ihrer Plattform anzubieten, ohne zusätzliche Kosten und extrem einfach umzusetzen. Man lädt einfach die 40 fertigen Designs hoch, gibt den Titel, eine kurze Beschreibung und natürlich seine Kontodaten an und dann heißt es nur noch warten auf die Überprüfung von LINE. Die gesammelten Verkaufseinnahmen gehen einem abzüglich einer geringen Verkaufsprovision direkt jeden Monat zu.

Da wir schon ein tolles Maskottchen hatten war der Schritt zu den LINE Stickern ganz logisch und hat sich auch definitiv gelohnt. Wir hoffen, unseren Namen damit noch etwas bekannter zu machen, aber vor allem hoffen wir, dass die Leute mit den Stickern Spaß haben.“

Verena: „Ich dachte mir, dass wir auf jeden Fall Maskottchen brauchen. Schließlich sind wir in Japan, das Land der Hello Kitty. Hier wird alles mit Comic bebildert. Maskottchen sind das Gesicht von Firmen, tragen das Image und bedeuten natürlich “Marke”.

gonishiki advertisementcard

 

Wir planen, demnächst eine Anleitung für Firmen herauszubringen, wie man zu ausländischen Praktikanten kommt. Hier sollen die Maskottchen helfen und für Farbe sorgen. Die Sticker sind zudem ein Teil vom Merchandise.“

Gab es gerade in Hinblick auf die kulturellen Unterschiede zwischen Japan und Deutschland besondere Hürden im Design-Prozess zu überwinden?

Verena: „Gonishiki, das Hauptmaskottchen der LINE Sticker ist ein Sumoringer, wie auch der Schatten in unserem Logo, daher mussten vor allem grafische Details korrekt dargestellt werden, wie die traditionelle Bekleidung, die Frisur, die Gesten etc. Das ging aber schon während des Wettbewerbs los. Beispielsweise zeichneten die Designer Sandalen, Sumoringer Goni muss aber barfuß in den Ring.“

sumoringer barfuß internship japan

Wie würdet ihr eure Erfahrungen mit 99designs beschreiben? Seid ihr zufrieden mit den Ergebnissen?

Verena: „Da lassen wir doch Gonishiki selber sprechen!“

sumoringer awesome internship japan

„Enorm zufrieden! Wir haben UNSEREN Künstler gefunden, den Papa unserer Maskottchen. Der gesponserte Wettbewerb hat uns sehr geholfen, weil wir als Non-Profit Organisation noch gar kein Einkommen hatten. Die LINE Sticker haben wir dann bezahlt und weitere Projekte werden folgen und sowohl als Werbemittel für unsere Mission als auch als Einnahmequelle dienen.

Wie auch 99designs wollen wir unter anderem junge Künstler mit Stipendien fördern. Sie sollen in Japan Praktika machen und viel lernen.“

Michael, du hast das 1-zu-1 Projekt geleitet. Was ist dein Fazit?

Michael: „Da ich mich ja bei uns mehr mit den technischen Dingen und Workflows beschäftige, war für mich die Usability von 99designs besonders wichtig. Von den Drafts bis zur finalen Rechnung war im Projekt alles immer sehr transparent und übersichtlich. Einzig die große Menge an Files war eine Herausforderung, da wir ja 40 fertige Sticker als finales Produkt gesucht haben. Was somit jede Menge Drafts zur Folge hatte. Da musste man sich erst mal zurecht finden. Aber dank der ausschließlich guten Erfahrungen werden wir 99designs sicher nicht das letzte Mal genutzt haben.“

Habt ihr bereits Feedback zu den Stickern erhalten?

Verena:Klar. Gonishiki ist goldig und wird in Japan gut angenommen, vor allem von Sumofans und echten Ringern (Ja, die Superstars des Profi-Sumo schicken sich Messages mit unserem kleinen Kerlchen!!!), aber noch mehr in Ländern, die LINE noch häufiger benutzen.“

Michael: „Durchweg positives Feedback! Unser interner Auswahlprozess war zwar lang, aber dafür haben wir super Designs gefunden, die die diversen Emotionen perfekt rüber bringen und somit auch gerne verschickt werden. Bislang wurde unser Gonishiki schon über 2000 Mal verschickt.“

Wie hat sich die Kommunikation mit dem Designer gestaltet?

Verena: „Während des Wettbewerbs hatte ich per Privatnachricht, eingeloggt in 99designs und im Wettbewerbsbereich, den alle Teilnehmer gemeinsam einsehen können, ganz normal Anweisungen gegeben. Die LINE Sticker hat Micha mit Coffee Bean gemacht. Er hat so viele Drafts produziert, dass wir diese dann unserem Team zur Abstimmung zeigten.“

Michael: „Unser Designer hatte teilweise mit schlechten Internetverbindungen oder sogar Totalausfällen zu kämpfen (z.B. wegen Taifunen). D.h. wir mussten schon mal auf das eine oder andere Update warten. Die Kommunikation erfolgte fast ausschließlich über das Nachrichtensystem von 99designs, so war der Prozess immer gut nachzuvollziehen, für beide Seiten.“

Vielen Dank für das Interview und euer Engagement!

Wenn ihr euch für Internship Japan interessiert, Unterstützer werden wollt oder in Japan ein Praktikum sucht, meldet euch ganz einfach bei Michael und Verena und erfahrt mehr!

PS: Lest in der nächsten Woche das Interview mit dem Designer dieses Projektes und erfahrt, was es mit dem Taifun auf sich hatte 😉