Wenn du ein Geschäftsinhaber oder Freelancer bist, stehen die Chancen ziemlich gut, dass du irgendwann über deinen eigenen Blog nachdenkst. Aber was bringt es dir, deinen eigenen professionellen Blog zu erstellen?

Nun, ein erfolgreicher Blog kann viel für dich tun:

travel blog design
Blog-Design von Designer DSKY.

Er kann dir helfen, dich als Experte in deinem Bereich zu etablieren: Ein Blog, der tolle Erkenntnisse bietet, kann dir dabei helfen, dich als Experte in deinem Bereich zu etablieren. Kunden und Klienten entscheiden sich eher für jemanden, der mehr Expertise in einer Branche hat.  

Er kann dir helfen, entdeckt zu werden: Jeder Blogpost, den du erstellst, ist eine weitere indizierte Seite auf deiner Website und somit eine weitere Gelegenheit für dich, von Menschen entdeckt zu werden, die dich bisher nicht kennen. Ein Blogpost kann auch über Twitter, LinkedIn, Facebook und Pinterest geteilt werden und so deiner Website zu mehr Traffic verhelfen.  

Er kann dir helfen, Leads zu konvertieren: Kunden und Klienten gehen direkt auf deinen Blog, um etwas über deine Marke zu erfahren und zu entscheiden, ob sie deine Produkte kaufen sollten. Die besten Blogposts haben Call-to-Action-Buttons, die aus Lesern schnell Kunden machen können.

wellness blog design
Ein fesselnder Blog wie dieser wird dir helfen, einen tollen ersten Eindruck zu machen.  Gesundheits- und Wellness-Blog. Design von Didi C.

Das klingt alles toll, aber du fragst dich wahrscheinlich, wie man einen großartigen Blog erstellt – besonders, wenn du es noch nie zuvor versucht hast. Zum Glück bist du nicht allein! Hier findest du alles, was du über das Designen eines Blogs wissen musst, der für dich und dein Unternehmen genau richtig ist.

Schritt 1: Kaufe eine Domain und finde einen Hosting-Service

Du brauchst einen .de-Domainnamen und einen Hosting-Service für einen sofortigen Glaubwürdigkeitsschub deiner Website.

Ein .de-Domainname kostet ungefähr 12 Euro und etwa 100 Euro (oder weniger) pro Jahr zahlst du für einen guten Hosting-Service. Das ist eine verdammt gute Investition, die dir dabei helfen kann, deine Marke auf einen vier- oder fünfstelligen Wertbetrag wachsen zu lassen.

SiteGround
Bei SiteGround erhältst du gutes Web-Hosting.

Du kannst deine Domain bei Namecheap oder SiteGround registrieren.

Namecheap
Du kannst deinen Domainnamen bei Namecheap kaufen.

Vergiss nicht, dir deinen Domainnamen gut zu überlegen und stelle sicher, einen Namen zu wählen, der deine Zielgruppe anspricht, ausdrückt, worum es in deinem Blog geht, und aus dem man ein tolles Logo machen kann.

Schritt 2: Entscheide, wie du deinen Blog erstellen willst

Um einen Blog aufzubauen, hast du verschiedene Möglichkeiten: Du kannst einen freiberuflichen Webdesigner und Entwickler bzw. eine Agentur engagieren oder einen Website-Builder nutzen.

Wenn du nach dem perfekten, einzigartigen Blog-Design suchst, solltest du das Design einem professionellen Designer überlassen. Schaue dir einfach ein paar Portfolios an und finde einen Webdesigner mit dem richtigen Stil und Erfahrung, um ein großartiges Webdesign für deinen Blog erstellen zu lassen. Sobald du das perfekte Webdesign hast, brauchst du einen Webentwickler, der deinen Blog Realität werden lässt.

Food blog design
Dieses Design für den Food-Blog Kutchenette wurde von Designer mel d web carpenter auf 99designs entworfen.

Eine weitere Option besteht darin, eine Agentur zu engagieren, die deinen Blog für dich entwickelt, designt und aufsetzt. Beide der obigen Optionen garantieren so ziemlich, dass du am Ende einen Blog hast, der genau die Funktionen und den Look hat, den du dir wünscht, aber für dieses Qualitätslevel musst du auch bereit sein, mehr zu zahlen.

Wenn das Geld allerdings knapp ist, kannst du einen Website-Builder für deinen Blog nutzen. Diese nutzen Vorlagen, welche du individualisieren kannst – mehr oder weniger abhängig von der Vorlage – und mit deinem eigenen Content füllen kannst. Hier sind ein paar der beliebtesten Optionen, die du ausprobieren kannst:

WIX

Wenn du schnell eine Website erstellen willst, nutze Wix. Per Drag & Drop kannst du deinen Blog in Windeseile erstellen.

Create blog using WIX
via Wix.

Du hast die Option, deine eigene Website mit dem Wix-Editor oder dem WIX ADI (Artificial Design Intelligence) zu erstellen.

Wenn du den Wix-Editor nutzt, beginnst du mit einer anpassbaren Vorlage.

Create blog using WIX
via Wix.

Wenn du dich für WIX ADI entscheidest, beantwortest du ein paar Fragen und die Seite wird automatisch für dich erstellt. Ich habe ADI verwendet, um meinen Blog Bucket List Adventures zu erstellen. Es funktioniert!

Wix ADI blog design result
Mein Blog bucketlistadventures.com erstellt via Wix ADI.

Hier ist mein Blog, nachdem die Wix ADI meine Informationen gesammelt und ein Design vorbereitet hat.

Squarespace

Vielleicht möchtest du einen Blog mit einer visuell eindrucksvollen Vorlage erstellen? Dann ist Squarespace wohl genau das Richtige für dich.

Es ist zwar nicht ganz so einfach zu handhaben wie Wix., aber du kannst einfach per Drag & Drop einen Blog erstellen, der professionell aussieht.

Skye template
Skye Template via 10twelve.

Du kannst Squarespace 30 Tage lang testen. Wenn der Testzeitraum abgelaufen ist und du dich für ihren Service entscheidest, zahlst du 11 Euro oder mehr, abhängig davon, welchen Plan du wählst.

WordPress

Wenn du viel Individualisierung möchtest und gewillt bist, viel Zeit darin zu investieren zu lernen, wie alles funktioniert, ist WordPress eine gute Option.

Gehe als erstes auf die WordPress-Seite, um es herunterzuladen und loszulegen.

Install a WordPress theme
Installiere ein professionell aussehendes WordPress-Theme, um Glaubwürdigkeit aufzubauen. Via Build Your Own Blog.

Sobald du deine Seite zum Laufen gebracht hast, musst du ein professionell aussehendes Theme finden.

Es gibt viele Blog-Themes auf WordPress, die du nutzen kannst, wenn du kein großes Budget hast. Schau dir diese Liste an.

Bento WordPress theme
Das Bento-Theme ist einen Blick wert. Es hat die meisten Plugins und ist vollgepackt mit tollen Individualisierungsmöglichkeiten. Via WordPress.

Alle oben genannten Optionen zum Erstellen eines Blogs haben ihre Vor- und Nachteile, also finde heraus, welche Option die das Ergebnis bietet, nachdem du suchst und wähle eine, die zu deinen Bedürfnissen passt.

Schritt 3: Erstelle ein professionell aussehendes Layout

Sobald du dich entschieden hast, wie du deinen Blog erstellen möchtest, besteht der nächste Schritt darin, ein sauberes und einladendes Layout zu wählen, welches deine Zielgruppe anspricht.

Das ideale Layout sollte die Aufmerksamkeit des Betrachters nicht vom Content ablenken. Stattdessen sollte es deinen Content sauber wiedergeben und die Leser in den Bann ziehen. Du willst deine Leser mit auf eine Reise nehmen und ihnen Content zeigen, der sie zum Weiterlesen animiert. Ansprechende Bilder kombiniert mit leicht lesbarem Text sowie einer klaren Struktur werden das für dich erreichen. Die richtige Balance zwischen Bildern und Text sowie Weißraum spielt bei einem erfolgreichen Layout eine große Rolle.

Hier sind ein paar Beispiele von Blogs mit tollen Designs, um dich zu inspirieren.

Help Scout blog
Help Scout hat ein schlankes Design, das nur wenig Text und Bilder verwendet. Via Help Scout.

Help Scout beweist, dass Einfachheit schön ist.

Oben gibt es einen Banner, der den beliebtesten oder neuesten Eintrag zeigt. Die Icons für jeden Artikel nutzen helle Farben, die einen ähnlichen Stil haben. Er verwendet auch dieselben Schriftarten für Überschriften und Kategorien. Zusammengenommen lassen diese Elemente den Blog wie aus einem Guss erscheinen.

Brit + Co screenshot
via Brit + Co.

Das Header-Bild von Brit + Co ist besonders auffällig. Die kräftigen Farben, das saubere Layout und das minimalistische Design helfen den Posts dabei, extrem aufgeräumt auszusehen.

Wir lieben zudem die Markenkonsistenz in den Bildern. Schau dir die lebendigen Farben der Artikel über Creolen, Frühlingsmode und Smoothies an, welche den visuellen Stil und die künstlerische Richtung der Marke widerspiegeln.

Fubiz
via Fubiz.

Fubiz ist eine Website, bei der es um Kunst und Design geht. Sie unterteilt ihren Content in mehrere auffällige Abschnitte. Oben auf der Homepage des Blogs finden Leser das Header-Bild der beliebtesten Artikel. „The Highlights“, „Latest News“ und „More News“ enthalten Thumbnails für jeden Post.

Es gibt auch einen „Creativity Finder“, mit dem Leser den Content filtern können, basierend auf ihrem Ort (z. B. Paris, Tokio), Beruf (z. B. Student, Architekt) und Art des Contents (z. B. Video, Grafik).

Schritt 4: Finde tolle Schriftkombinationen

Die idealen Schriftkombinationen sind stylisch, professionell und elegant. Sie sollten nicht vom Content ablenken.

Du kannst dir Google Fonts, Fonts In Use und Canva Font Combinations anschauen, um die richtigen Schriftkombinationen für deinen Blog zu finden. Lies auch unseren Artikel zum Thema Schriftarten kombinieren, um mehr zu erfahren.

Blog design with serif font
Blog-Design von Slaviana.

Hier ein paar Regeln, die du im Hinterkopf behalten solltest, falls du bisher keine Erfahrung mit Design hast:

Wähle die Schriftart

Serifenschriften sind die klassische, elegante Wahl, während Sans-Serif-Schriften in der Regel sauber und modern sind. Oder vielleicht ist eine Schreibschrift oder Display-Font eher dein Stil? Erfahre alle über die verschiedenen Schriftarten und wie man sie anwendet.

Beschränke dich auf wenige Schriftarten

Zu viele verschiedene Schriftarten miteinander zu vermischen kann einen Blog unstimmig aussehen lassen. Wähle zwei oder höchstens drei Schriftarten für einen stimmigen, harmonischen Look. Versuche für Web geeignete Schriftarten zu wählen, um die Ladezeiten zu beschleunigen.

Sorge für Lesbarkeit

Die Schriftkombinationen, die du wählst, werden allerdings keine Rolle spielen, wenn man sie schlecht lesen kann. Überlege dir die Größe, Dicke, Farbe und den Abstand des Textes, um sicherzustellen, dass er einfach zu lesen ist.

Schritt 5: Finde deine Farben und bleibe bei ihnen

Web page design by Mike Barnes
Block Precision nutzt klare, einfache Schrift. Design von Mike Barnes. 

Farbe ist ein extrem effektives Designelement, welches Auswirkungen auf die Gedanken, Wahrnehmungen und Conversion-Rates deiner Marke haben kann. (Laut Hubspot glauben 80% der Konsumenten, dass sie durch Farbe eine Marke besser wiedererkennen). Um von einem optimalen Branding-Effekt zu profitieren, solltest du bei einer zusammenhängenden Farbauswahl bei all deinen Unternehmensmaterialien bleiben – einschließlich deines Blogs.

Wenn du noch keine Markenfarben hast, fragst du dich vermutlich, welche Farben dir helfen werden, den Erfolg deines Unternehmens in die Höhe schnellen zu lassen. Farbpsychologie wird dir helfen, dies herauszufinden! Farbe sagt viel über deine Marke aus, also sei dir der Bedeutung von Farbe bewusst und wähle eine Kombination, die für den Stil und die Persönlichkeit deiner Marke funktioniert.   

PANTONEVIEW Home + Interiors 2018 Kit
PANTONEVIEW Home + Interiors 2018 Kit via PANTONE®

Wenn du mögliche Farbkombinationen entdecken möchtest, schaue dir Pantones vorgeschlagene Farbkombinationen auf ihrer Seite „Color of the Year 2018“ an. Du kannst dir auch die Guidelines zu Googles Material Design ansehen und Seiten wie Material Design Palette und MaterialUI besuchen, um ein Farbschema für deine Website zu finden.

Ein guter Tipp ist, drei oder weniger Hauptfarben für deine Marke zu finden.

Schritt 6: Kümmere dich um ein responsives Webdesign

Web design via Kummitus
Ist deine Seite für Mobilgeräte geeignet? Webdesign von Kummitus für Arclight.

Heutzutage schauen sich die meisten Leute deinen Blog auf Mobilgeräten an. Tatsächlich kommt mittlerweile 57% des Traffics von Smartphones und Tablets. Das bedeutet, dass dein Webdesign responsive sein sollte, wenn man es sich auf einem Smartphone oder Laptop ansieht. Wenn du nicht weißt, wie man eine responsive Seite erstellt, arbeite mit einem Webdesigner zusammen. Vergiss nicht, verschiedene Geräte und Browser zu testen, bevor dein Blog live geht. Dadurch werden Besucher ein tolles Erlebnis haben, egal auf welche Art sie deine Website betrachten.

Schritt 7: Beschleunige deine Ladezeiten

Mehr Wert auf das Design statt die Nutzbarkeit und Seitengeschwindigkeit zu legen ist ein typischer Anfängerfehler unter Bloggern.

Eine Studie hat ergeben, dass Seitenbesucher erwarten, dass die Seite innerhalb von 2 Sekunden lädt. Das bedeutet, dass deine Posts nicht gelesen werden, wenn die Bilder mehr als 20 Sekunden zum Laden brauchen. Stattdessen werden sie den Zurück-Button klicken. Um die Ladegeschwindigkeit deiner Seite zu kontrollieren, kannst du Google PageSpeed Insights nutzen. PageSpeed Insights bietet dir auch konkrete Vorschläge, wie du die Geschwindigkeit deiner Seite verbessern kannst. Alles, was du tun musst, ist, den Show how to fix-Button zu klicken.

Ein weiterer Tipp ist, dein Design einfach zu halten. Niemand will eine Website mit einer überwältigenden Menge an Elementen. Wenn deine Konkurrenz unzählige Pop-ups, Widgets, Banner und andere unwichtige Features verwendet, heißt das nicht, dass du das auch musst. Konzentriere dich auf Einfachheit und füge nur Button und Features hinzu, die wichtig sind.  

Bist du bereit loszulegen?

Es mag etwas Zeit kosten, einen Blog mit einem fesselnden Design zu erstellen, aber das ist es wert. Ein tolles Design wird dir helfen, mehr Traffic zu generieren und potenzielle Kunden anzulocken.

Verbringe etwas Zeit damit, deine Markenästhetik zu entwickeln. Wähle die besten Schriftarten und Farben, die die Persönlichkeit deiner Marke repräsentieren, und stelle sicher, dass dein Blog schnell und responsive auf Mobilgeräten ist. Deine Leser werden es dir danken.

Brauchst du Hilfe, einen tollen Blog zu erstellen?
Hier findest du den perfekten Webdesigner für deinen Blog.
Über die Autorin

Monique Danao ist Autorin und Content Creator und Expertin im Bereich Marketing, Design und SEO. Wenn sie nicht gerade schreibt, genießt sie abgefahrenes Essen, hört Musik und vermarktet Startups. Schau dir ihre Website an und schreibe ihr auf Twitter.