Du bist mit deiner Ausbildung oder deinem Studium fertig und hast Lust, so schnell wie möglich in der Selbstständigkeit Fuß zu fassen? Dann könnte es ganz unabhängig von deiner Begabung und deiner Motivation passieren, dass du dich voller Elan in die ersten Aufträge stürzt und schnell das Gefühl bekommst, bereits ein kleiner Unternehmer auf dem Weg zum großen Erfolg zu sein. Doch mitunter kommt es kurz darauf Zeit zur Desillusionierung: Das Geld, das reinkommt, reicht irgendwie nicht ganz aus. Die Aufträge nehmen ab oder die Arbeiten kommen erst gar nicht wirklich ins Rollen.

Wie bereits erwähnt, hat die Qualität deiner Arbeit oft gar nichts mit der Sache zu tun. Vielmehr lässt sich die Ursache ganz einfach im übereifrigen Start in die Selbstständigkeit finden. Diese nämlich bedarf einer gewissen Vorbereitung und vor allem Grundlagenwissen in bestimmten Bereichen. Denn auch wer sich im Designbereich selbstständig macht, kann sich leider nicht nur mit den kreativen Dingen beschäftigen. Es gibt einige grundlegende Gründer-Skills, die es sich in jedem Fall anzueignen lohnt. Wir zeigen dir, welche das sind und wie du mit ihrer Hilfe erfolgreich in die Selbstständigkeit als Designer startest.

Selbstständig als Designer arbeiten – ein Traum vieler Berufsanfänger. Wir verraten dir, auf welche Skills es bei der Gründung deines kleinen Unternehmens ankommt. Quelle Bild: stock.adobe.com © sodawhiskey

Eine Vision haben und verfolgen

Jede erfolgreiche Selbstständigkeit braucht eine Vision. Du kannst statt Vision auch Mission sagen oder einfach Ziel(e). Hin und wieder werden bei Unternehmen Vision und Mission unterschieden. Meistens geht es dann aber darum, dass die Vision den Idealzustand des Unternehmens in einigen Jahren beschreibt und die Mission wiederum definiert, welche Zwecke und Dienste das Unternehmen für seine Kunden/ die Gesellschaft leisten soll.
Wenn du als zukünftig selbstständiger Designer, als dein eigenes Unternehmen, deine Ziele definierst, kannst du ähnlich vorgehen und diese Punkte in einer Übersicht zusammenfassen. Lege dir zum Beispiel eine Liste oder ein Dokument mit folgenden Fragen an:

  • Wie viel Geld möchte ich in meiner Selbstständigkeit monatlich verdienen?
  • Wie viel Stunden möchte ich täglich arbeiten?
  • Wie viel Zeit davon soll für die eigentliche Arbeit am Design investiert werden und wie viel Zeit dürfen restliche Aufgaben einnehmen?
  • Wie viele Kunden traue ich mich zu betreuen? Welche Kunden hätte ich am liebsten, um nicht gestresst oder unzufrieden zu sein und rein fürs Geld zu arbeiten?
  • Welches Bild von meiner Arbeit/mir als Unternehmen möchte ich vermitteln?
  • Gibt es eine Message, die ich mit meiner Arbeit in die Welt tragen will?
  • Gibt es bestimmte Meilensteine, an denen ich mich für die Zukunft orientieren kann? Ab welchem Punkt bin ich rundum zufrieden und muss mich vermehrt um die Pflege bestehender Kundenkontakte und -aufträge kümmern?
  • Oder ist es mir vielleicht eher wichtig, ständig neue Herausforderungen zu finden und nicht stillzustehen und sich auf Gekonntem und Gewohntem auszuruhen?

Die Liste, die du dir erstellst, sollte dich bei allem, was du fortan für deine Selbstständigkeit tust, begleiten. Betrachte sie als Guideline. Versuche im ersten Schritt mit möglichst objektivem Blick zu analysieren, inwieweit deine Pläne und Erwartungen mit der Praxis übereinstimmen oder eben nicht.

Was kannst du aus deinen Beobachtungen als Fazit ziehen? Hattest du vielleicht unrealistische Vorstellungen von deiner Selbstständigkeit? Oder merkst du, dass du inkonsequent gehandelt hast? Aus Bequemlichkeit, Angst oder mangelnder Risikobereitschaft? Oder vielleicht auch, weil du dich nicht ausreichend schlau gemacht hast, was beispielsweise ein realistisches Budget für den Start in die Selbstständigkeit als Designer betrifft? Überarbeite deine Vision entsprechend.

Die Ruhe und den Überblick behalten können

Auch wenn viel zu tun ist oder du nicht weißt, wie etwas geht, solltest du stets die Ruhe behalten. Quelle Bild: stock.adobe.com © Oleksii

Am Anfang jeder Selbstständigkeit können dich all die Aufgaben und Dinge, um die du dich kümmern musst, noch überfordern. Du wirst damit umgehen müssen, dass du Projekte möglicherweise noch nicht perfekt kalkulierst, Panik bekommst, wenn es an Aufträgen mangelt oder du bei zu vielen angenommenen Aufträgen nicht weißt, wo du anfangen sollst. Wenn dann nichts mehr funktionieren will und du frustriert wirst, gerätst du schnell in einen Abwärtsstrudel.

Dem kannst du nur entgegenwirken, indem du von Anfang an einen kühlen Kopf bewahrst. Und indem du dafür sorgst, dass du dich nicht gleich übernimmst. Gehe die Dinge Schritt für Schritt und vor allem auch in der richtigen Reihenfolge an.

Viele Designer, die sich selbstständig machen, neigen etwa dazu, sich anfangs alleine auf ihr Portfolio zu konzentrieren. Sicherlich sind die Arbeitsproben wichtig. Ein gutes Portfolio ist ein entscheidender Faktor bei der Kundengewinnung. Es gibt aber viele weitere Dinge, die ebenfalls zu erledigen sind:

  • Deine Vision ausformulieren und eine Businessidee entwickeln
  • Deine Preisvorstellungen festlegen
  • Eventuell einen Designschwerpunkt setzen (dazu später noch mehr)
  • Dich auf dem Markt positionieren
  • Dich und dein Unternehmen vermarkten
  • Social-Media-Kanäle anlegen und pflegen, um auf dich aufmerksam zu machen
  • Nach Wunschkunden Ausschau halten
  • Mit anderen Designern in Kontakt treten, um dich auszutauschen und ein Netzwerk aufzubauen
  • Eine Website als Visitenkarte erstellen

Wenn du diese Dinge frühzeitig angehst, bist du gut aufgestellt, wenn plötzlich ein interessierter Mensch und potenzieller Kunde anruft. Tolle Arbeitsproben haben dann vielleicht bereits überzeugt. Wenn du jedoch nicht genügend Vorarbeit geleistet hast, kannst du den Interessenten ihre Fragen zu Preisen, Fristen, Kapazitäten und dem Ablauf der Zusammenarbeit nicht beantworten. Dann stehst du unprofessionell, unseriös und mitunter am Ende auch ohne Auftrag dar.

Den Umgang mit Geld beherrschen

Die Ein- und Ausgaben

Ein schöner Arbeitsplatz Zuhause ist dir wichtig? Dann wirst du auch ein wenig in diesen investieren müssen. Quelle Bild: stock.adobe.com © Jacob Lund

Für die meisten Kreativen, die sich selbstständig machen, sind die finanziellen und verwalterischen Angelegenheiten die schwierigsten. Denn während du dich in einer Festanstellung in der Regel um diese Punkte wenig kümmern musst, bist du in der Selbstständigkeit ganz alleine für den Finanzierungsplan deines eigenen kleinen Unternehmens, für die Ein- und Ausgaben, die Steuer, die Versicherungen usw. verantwortlich.

Am Anfang ist es deshalb wichtig, dass du nicht nur an deine zukünftigen Einnahmen denkst und dir ausrechnest, wie viel es werden sollen und müssen, sondern dass du auch die Kosten bzw. Ausgaben in der Selbstständigkeit nicht vergisst. Diese können sein:

Die Gründungskosten:

In deiner „Solo-Selbstständigkeit“ fallen, wenn überhaupt, zunächst Kosten für eine Gewerbeanmeldung an. Diese bewegen sich, je nach Wohnort, meist zwischen zehn und 65 Euro. Mitunter musst du auch gar kein Gewerbe anmelden oder kannst zunächst als Freiberufler starten. Alle wichtigen Informationen rund um die Gewerbeanmeldung findest du bei uns übrigens in einem anderen Beitrag hier.

Kosten für dein Büro und das Inventar:

Egal, ob du in deinem eigenen Homeoffice, in einem guten Coworking Space oder in deinem Lieblingscafé arbeitest – die ein oder anderen Kosten werden dabei anfallen. Arbeitest du zuhause, brauchst du vielleicht schnelleres Internet als bisher. Außerdem soll für die tägliche Arbeit gegebenenfalls ein besserer Schreibtisch und ein ergonomischer Stuhl her. Arbeitest du in einem Café, musst du hin und wieder etwas bestellen, um nicht unangenehm aufzufallen. Auch Papier, Briefmarken, Notizbücher für Skizzen usw. kosten Geld. Unterschätze alle diese Punkte nicht! Mit 50 Euro jeden Monat solltest du mindestens rechnen. Dazu kommen alle Jahre wieder neue größere Geräte: Laptop oder PC, Monitore, Peripheriegeräte, Drucker, Scanner, Festplatten und mehr. 1000 Euro im Jahr können hierfür durchschnittlich gerne mal anfallen.

Kosten für Software und Lizenzen:

Wer im Designbereich selbstständig ist, muss regelmäßig seine Designprogramme updaten bzw. sie mit professionellen Alternativen und Zusätzen aufstocken. Hinzu kommen Dinge wie Weiterbildungen, die nötig sind, um das eigene Können auf dem neusten Stand zu halten und auszubauen. Oder Rechnungsprogramme, DATEV beispielsweise – was sich als Standard zur Abwicklung der Steuer etabliert hat –, Cloud-Lösungen und einiges mehr. Schon zu Beginn solltest du, was diese Punkte angeht, mit mindestens 20 Euro im Monat, eher aber sogar mit mehr rechnen. Je spezialisierter dein Geschäft, desto höher natürlich auch die Kosten.

Marketingkosten:

Als selbstständiger Designer und damit auch als Unternehmer musst du dich und deine Designs vermarkten. Du solltest das auf keinen Fall unterschätzen, denn die Konkurrenz schläft nicht. Die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen, kostet allerdings auch Geld. Anzeigen, die Investition in eine professionellere Website, Visitenkarten usw. können anfangs recht teuer sein. Mit der Zeit werden diese Kosten aber geringer – außer du möchtest konstant neue Kunden gewinnen. Du musst kein Marketing betreiben, wenn du auch anders zu deinen Kunden kommst. Gehst du es allerdings aktiv an, können mehrere hundert Euro zu Beginn durchaus anfallen.

Reise- und Fahrtkosten:

Schließlich wirst du selbst bei einer Tätigkeit im Homeoffice hin und wieder unterwegs sein müssen. Seien es Kundentermine außer Haus oder Messen und Fortbildungen, die du besuchst – Kosten für Benzin oder Zugtickets, Unterkünfte und Verpflegung fallen an. Rechne hier noch einmal mit 50 bis 100 Euro im Monat.

Der Finanzplan

Der Finanzplan erfüllt zwei wichtige Aufgaben: Zum einen ist er ein Kernstück jedes Businessplans. Selbst, wenn du einen solchen Businessplan nie wirklich ausformulierst oder für deine Selbstständigkeit für nötig erachtest, hilft der Finanzplan dir dabei, einzuschätzen, ob sich dein zukünftiges Ein-Mann-Unternehmen auch wirklich lohnt. Zum anderen legst du ihn Banken oder anderen Förderern vor, wenn du dir zum Start in die Selbstständigkeit finanzielle Unterstützung von außerhalb holen möchtest. Anhand des Finanzplans schätzen eben jene Geldgeber ein, ob sie bereit sind, dir unter die Arme zu greifen.

Grundsätzlich sind die Programme zur Förderung einer Existenzgründung recht vielfältig. Informiere dich rechtzeitig darüber, wie die Konditionen bei welchen Förderungen aussehen. Der bundesweite Ansprechpartner für die Vergabe von Fördermitteln ist übrigens die Förderbank KfW. Wenn du irgendwelche Fragen hast, kannst du dich hier zum Beispiel an das Expertenforum des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wenden. Hier beantworten Experten Fragen zu zur Verfügung stehenden Förderprogrammen, helfen bei der Vorbereitung auf das Bankengespräch und klären über Finanzierungsmöglichkeiten auf.

Die verwalterischen Aufgaben

Schließlich gibt es noch die verwalterischen Aufgaben, um die du dich kümmern musst. Die wichtigsten Stichpunkte: Steuern und Versicherungen.

Als Selbstständige/r bist du grundsätzlich verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben. Hier solltest du dich unbedingt rechtzeitig über die relevanten Details informieren, bevor du Fristen verpasst oder andere unnötige Fehler machst. Je nach Höhe deiner Einnahmen und nach Eigeninitiative und Kapazitäten kann sich mitunter auch ein Steuerberater lohnen.

Was die Versicherungen betrifft, musst du dir zunächst überlegen, wofür du dich versichern möchtest oder solltest. Dazu zählen Renten- und Krankenversicherung sowie für Kreative etwa auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder mitunter auch eine Rechtsschutzversicherung. Prüfe frühzeitig, ob eine Absicherung über die Künstlersozialkasse möglich ist. Dies könnte eine günstige Alternative darstellen. Allerdings muss man sich für eine Mitgliedschaft bewerben.

Einen Kundenstamm aufbauen

Beim Aufbau eines Kundestamms kommt es auch auf Geduld, Flexibilität und gute Kommunikation an. Quelle Bild: stock.adobe.com © Mangostar

Du magst der talentierteste und disziplinierteste Designer sein – solange du keine Kunden hast, für die du arbeitest, bringen dir all deine kreativen Skills rein gar nichts, außer vielleicht Spaß. Da du aber schließlich von deiner Arbeit leben möchtest, baust du dir am besten so schnell wie möglich einen kleinen Kundenstamm auf.

  • Der erste Schritt: Du analysierst, welche Art von Menschen oder Unternehmen du mit deinem Design erreichen kannst oder möchtest. Je nachdem kannst du deine Expertise oder deine Fähigkeiten in eine bestimmte Richtung ausbauen.
  • Anschließend schaust du, in welcher Einkommensklasse diese Zielkunden sich bewegen. Dies ist eine wichtige Größe, um zu kalkulieren, wie viel Geld du für deine Arbeit verlangen kannst.
  • Untersuche, auf welchen Websites deine Kunden häufig unterwegs sind, wofür sie sich interessieren und wie sie bevorzugt kontaktiert werden wollen. All diese Dinge helfen dir dabei, leichter an passende Kunden zu kommen und sie gezielt ansprechen zu können.
  • Die sogenannte Kaltakquise kann eine gute, wenn auch nicht ganz einfache Methode sein, neue Kunden an Land zu ziehen. Ob du dich telefonisch oder persönlich vorstellst – gerade, weil viele Designer im digitalen Zeitalter nichts mehr von diesem Vorgehen halten, kann es sein, dass du damit aus der Masse herausstichst.
  • Sollte die Kaltakquise nicht zu deinen Stärken zählen, ziehe es in Betracht, dich auf Online Design- oder Freelance-Plattformen zu registrieren, um den bestehen Kundenstamm zu erreichen und andere Vorteile zu nutzen.
  • Eines der vermutlich wichtigsten Tools für dich als selbstständiger Designer auf der Suche nach neuen Kunden ist deine Website bzw. dein Portfolio. Hier zeigst du, was du machst und kannst, wie du es machst, gibst dein Wertversprechen ab, überzeugst mit Arbeitsproben, deinem Portfolio und vielleicht auch den Meinungen bisheriger zufriedener Kunden.

Experte in mindestens einem Bereich werden

Bleiben wir bei der Website und dem Portfolio: Hier präsentierst du dich beispielsweise als Produkt- und Industriedesigner. Du zeigst, dass du während deines Studiums Fahrzeuge, Haushaltsgeräte und Möbel designt hast, erklärst aber auch, dass du dich mit Typographie und generell auch im gesamten Grafikdesignbereich gut auskennst. Vor allem die Logoerstellung macht dir Spaß. Fotos bearbeitest du aber auch.

Schön und gut, dass du das alles kannst, und vielleicht bist du ja wirklich in all diesen Bereichen begabt. Es gibt aber sicher Dinge, die dir besonders viel Spaß machen oder in denen du besonders schnell gute Ergebnisse erzielst. Auf diese Dinge solltest du dich konzentrieren. Du solltest dich also zu einem Experten im Bereich X oder Y machen. Oder dir diese Expertise zumindest auf die Fahne schreiben.

Denn bei den meisten Kunden kommt es besser an, wenn sie sehen, dass du ein echter Experte für Fotobearbeitungen oder für die Erstellung von Infografiken oder Logodesign bist. Hab keine Angst vor weniger Aufträgen durch weniger Leistungsangebote. Meistens stellt sich das Gegenteil ein und du gewinnst mehr Kunden, die eine bestimmte Sache von dir wollen. Bei Bedarf kannst du immer noch umlenken und dich auf einen anderen Bereich fokussieren.

Seriosität vermitteln

Auch Kreative können seriös wirken wie knallharte Geschäftsfrauen. Und davon profitierst du in der Regel eindeutig. Quelle Bild: stock.adobe.com © lordn

Wenn du aus deinem Hobby deinen Beruf machst und damit dein Geld verdienen möchtest, muss deine Arbeit auch wirken wie Arbeit und nicht wie dein Hobby. Dazu gehören Disziplin und seriöses Verhalten.

Seriosität zu vermitteln ist gerade als Ein-Person-Unternehmen enorm wichtig. Schließlich bist du es alleine, die/ der dein Unternehmen vertritt und somit sorgst du auch mit allem was du tust, sagst und entscheidest für einen guten oder eben eher schlechten Ruf deiner Arbeit und Zuverlässigkeit.

Seriös wirkst du durch verschiedene Skills, die du dir aneignest, bzw. diverse Schritte, die du unternimmst. Zum einen solltest du dir eine Corporate Identity aufbauen, also eine Identität mit Schwerpunkt – damit die Außenwelt dich wahrnimmt, wie du wahrgenommen werden möchtest.

Zum anderen solltest du versuchen, die Dinge, die dir an der Selbstständigkeit weniger Spaß machen, trotzdem souverän und professionell anzugehen und zu erledigen. Diesbezüglich ist es unter Umständen wichtig, dass du halbwegs geregelte Arbeitszeiten hast und zu üblichen Arbeitszeiten erreichbar bist. Nichts wirkt unseriöser als ein Designer, der gegen Nachmittag aufsteht und erst dann Mails von frühmorgens beantwortet oder Kunden verspätet zurückruft. Für global tätige Designer bedeutet das, sich den Zeitzonen seiner Kunden gutgehend anzupassen bzw. klar zu kommunizieren, wann du erreichbar bist.

Delegieren lernen

Wenn du an deine Grenzen stößt, scheue dich trotz deiner Selbstständigkeit nicht davor, Arbeit oder bestimmte Aufgaben auszulagern. Quelle Bild: stock.adobe.com © Anton

Viele Designer stoßen nach einer gewissen Zeit in ihrer Selbstständigkeit an persönliche Grenzen. Sei es eine zu große Flut an Aufträgen, die du gerne bearbeiten würdest, aber einfach nicht stemmen kannst, oder sei es ein Punkt, an dem sich dein Unternehmen einfach nicht mehr weiter entwickelt bzw. wächst. Der Zeitpunkt, wo du überfragt oder überfordert bist, zeigt oft an, dass es eigentlich gut läuft. Leider stagnieren Selbstständige hier dann oft – Frustration und Zweifel stellen sich ein.

Spätestens sobald, aber besser noch bevor es zu diesem Punkt kommt, solltest du gewisse Aufgaben oder manche Aufträge an andere delegieren. Was dein Unternehmenswachstum betrifft, kann dies ein professioneller Unternehmensberater sein. Was die vielen Aufträge angeht, können es Freelancer sein, die sich um einfachere Arbeiten oder Überarbeitungen kümmern.

Versuche grundsätzlich immer realistisch einzuschätzen, wo du mit deinen Fähigkeiten und Kapazitäten an deine Grenzen stößt. Und kümmere dich möglichst frühzeitig um Unterstützung.

Du siehst, dass es nicht immer nur kreative und spannende Arbeit ist, die dich als selbstständiger Designer erwartet. Du wirst dich auch um Versicherungen und Steuern kümmern müssen, auf Kundenfang gehen und dir eine Expertise zulegen. Aber die gute Nachricht – das alles ist erlernbar! Mit etwas Disziplin und einer Vision, die du konsequent verfolgst, steht deiner Karriere als selbstständiger Designer nichts mehr im Weg!

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