Unsere Arbeitswelt wird immer digitaler und globaler. Das Home-Office ist schon lange keine Zukunftsmusik mehr und glaubt man den Statistiken, werden flexible Arbeitszeitmodelle immer wichtiger für den Arbeitnehmer. Vielleicht sind wir schon bald alle digitale Nomaden. Wie man auch von unterwegs, quasi „aus der Hängematte“ heraus produktiv und erfolgreich arbeiten kann, verrät hier Friederike Hintze, die Chefredakteurin des Business Reisemagazins THE FREQUENT TRAVELLER.

Digitale Nomaden Bild von Mike Wilson via Unsplash
von Mike Wilson via Unsplash

1. Suche dir einen Coworking Space

Home-Office ist großartig, aber manchmal muss man die eigenen vier Wände verlassen, um sich wirklich konzentrieren zu können. Coworking Spaces leisten Abhilfe, denn sie sind meist liebevoller gestaltet als fiese Großraumbüros und vereinen kreative Freiberufler aus Branchen wie Grafik, Redaktion, Online Marketing oder Fotografie unter einem Dach. Der Vorteil: Man kann sich direkt über die Arbeit austauschen und bestenfalls auch noch ein spannendes Netzwerk aufbauen. Doch wie stöbert man einen Coworking Space im Ausland auf? Tools und Websites wie PlacesToWork.co zeigen die besten Plätze zum Arbeiten – neben Coworking Spaces in deiner Nähe beinhaltet das auch Cafés mit guter WLAN-Verbindung.

2. Füge das Weltuhr-Widget zum Google Kalender hinzu

Kunden in Sydney, Helsinki, Los Angeles und San Francisco? Für den digitalen Nomaden ist das keine Seltenheit. Daher müssen oftmals Calls und Besprechungen über mehrere Zeitzonen hinweg geplant werden. Doch jedes Mal, bevor ein Termin eingestellt wird, die Zeitverschiebung nachzurechnen? Viel zu umständlich. Leichter ist es, wenn man eine Weltuhr-Widget zum Google Kalender hinzufügt. So kannst du Termine in den verschiedenen Zeitzonen einstellen, die dann in der lokalen Zeitzone angezeigt werden. Wie das geht, erklärt dir der Google Support.

3. Ein USB-Ethernet-Adapter für alle Fälle

Das wichtigste „Tool“ für digitale Nomaden? Na klar. Die Internetverbindung. Doch an vielen Orten der Welt ist eine gute WLAN-Verbindung noch immer nicht vorhanden. Selbst in einigen Hotels, beispielsweise in den USA, gibt es nicht immer eine kostenfreie Verbindung auf den Zimmern. Unsere Empfehlung: Besorgt euch einen USB-Ethernet-Adapter. Fast jeder Computer verfügt über einen LAN-Anschluss, hier wird dann das Ethernet Kabel eingesteckt und darüber das Netzwerk aufgebaut. Hat ein Computer diesen Anschluss aber nicht, wie es beispielsweise bei MacBooks der Falls ist, muss man sich zu helfen wissen. Der USB-Ethernet-Adapter stellt da die bequemste Lösung dar. Daran kannst du das Ethernet-Kabel einfach anschließen. Dieses Gadget ist auch dann besonders wichtig, wenn du in einem überfüllten Coworking Space arbeitest, wo jeder um wertvolle Bandbreite konkurriert. Eine Kabelverbindung ist oft stabiler als das kostenlose WiFi.

4. Erstelle To-Do-Listen bequemer

Meist arbeiten digitale Nomaden an verschiedenen Projekten. Da muss man den Überblick behalten. Hilfreich sind To-Do-Tools. Davon gibt es eine Menge auf dem Markt, unser Favorit ist aber Todoist. Nutzer haben hier die Möglichkeit, mehrschichtig Unteraufgaben und -projekte anzulegen. Zusätzlich gibt es die Optionen, Aufgaben oder To-Do-Punkte mit Befehlen zu automatisieren, um beispielsweise „Jeden Dienstag und Freitag“, „Jeden Werktag“ oder „Jeden zweiten Donnerstag des Monats um 13.30 Uhr“ einzuplanen. Ein weiterer Vorteil: Du kannst die Aufgaben mit Notizen, Grafiken und Dokumenten anreichern.

5. Manage Projekte wie ein Profi

Die Erweiterung von To-Do-Tools sind Projektmanagement-Tools, die vor allem dann sinnvoll sind, wenn digitale Nomaden – auch über Entfernungen hinweg – im Team miteinander arbeiten. Doch auch Single-Nutzer können sich damit wunderbar organisieren. Wir empfehlen beispielsweise Asana oder Trello, denn dabei handelt es sich um die am weitesten verbreiteten Tools. Die Wahrscheinlichkeit also, dass auch der Kunde damit arbeitet, ist relativ groß. Trello ist wie ein Pinterest für Projekte. Nutzer können Boards erstellen, untereinander austauschen und gleichzeitig bearbeiten – immer mit dem Ziel, das Projekt gemeinsam zu organisieren und abzuschließen.

6. Handy ohne SIM-Lock

Wer langfristig im Ausland arbeitet, sollte sich besser keinen deutschen Mobilfunkanbieter mit Auslandtarif leisten. Der Mobilfunkdienst am jeweiligen Zielort ist oftmals günstiger. Hilfreich ist es, wenn man sich ein Handy ohne SIM-Lock zulegt und sich einen (meist kostenlosen) Chip von einem lokalen Anbieter vor Ort besorgt. In der Regel sind Smartphones ohne SIM-Lock Android-Handys. Eingefleischte iPhone-Nutzer müssen sich dann vorerst von ihrem geliebten Smartphone verabschieden, denn erst nach Vertragsende des Anbieters ist es meist möglich, das iPhone entsprechend für andere (ausländische) Anbieter vor Ort zu entsperren.

7. Nutze Währungsrechner

Wer ausländische Kunden hat, muss die Projekte nach ausländischen Währungen stellen. Auch die Spesenabrechnung erfolgt dann meist in Fremdwährung. Nützlich ist da ein verlässlicher Online-Währungsrechner wie Oanda.com, der den genauen Wechselkurs berechnet. Das ist auch dann besonders hilfreich, wenn du Spesen unterwegs mit Bargeld statt mit einer Kreditkarte bezahlt hast.

8. Finde die richtigen Gadgets

Wer unterwegs arbeitet, muss mit den richtigen Gadgets bewaffnet sein. Denn ob im Café, am Flughafen oder im Coworking Space – du weißt nie, was für eine Arbeitsumgebung dich erwartet. Für Lärmempfindliche sind daher Kopfhörer mit Noise-Cancelling-Effekt wahre Lebensretter. Wer den ganzen Tag unterwegs ist, sollte außerdem ein transportables Akku-Ladegerät bei sich haben. Dann lässt dein Smartphone-Akku dich nie im Stich.

App-Design von BLINK GRAPHIC DESIGN

Mit diesen 8 Tipps bist du bestens gerüstet, überall mit der Arbeit loslegen zu können, wann immer es dir passt. Du bist an kein festes Büro gebunden und deine Arbeit richtet sich nach deinem Leben – nicht umgekehrt. So machen sich digitale Nomaden das Leben leichter.

Über die Autorin:

Friederike Hintze ist Chefredakteurin des Business Reisemagazins THE FREQUENT TRAVELLER, ein Magazin, das sich an Vielreisende wendet. Die Wahl-Berlinerin liebt es, selbst unterwegs zu sein und auf Reisen das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden.

Mit dem richtigen Design werden all deine Vorhaben zum vollen Erfolg. Jetzt loslegen!