Dir konkrete Ziele zu setzen, ist der erste Schritt, um dein Unternehmen auf den Erfolgsweg zu lenken. Sie verleihen deiner Arbeit Sinn und helfen dir dabei, deine begrenzte Zeit und Energie auf das Wesentliche zu konzentrieren. Zusätzlich können Unternehmensziele dich motivieren und dir Kraft zum Weitermachen geben, wenn es schwierig wird.

Wenn du dir jedoch die falschen Unternehmensziele (oder überhaupt keine Ziele) setzt, wird es dir schwerer fallen, Klarheit darüber zu erlangen, was du erreichen willst. Auch deine Bemühungen werden wahrscheinlich nur halbherzig sein, wenn du nicht dem richtigen Ziel entgegenstrebst. Und selbst wenn du diese Ziele erreichst, werden die Ergebnisse nicht so bedeutungsvoll sein oder sich so gut anfühlen, wie sie könnten.

Welche Unternehmensziele solltest du dir also setzen? Hier sind fünf Dinge, die du dir überlegen solltest.

1. Berufliche vs. persönliche Unternehmensziele

Father and daughter laughing together
Es ist leicht, die persönliche Motivation aus den Augen zu verlieren, wenn du dich beim Versuch, dein Unternehmen wachsen zu lassen, in Arbeit vergräbst. Via Caroline Hernandez.

Wenn du über deine möglichen Unternehmensziele nachdenkst, kommt dir vermutlich in den Sinn, mehr Kunden an Land zu ziehen oder mehr Geld zu verdienen. Diese Ziele sind wichtig, aber sie sind nur ein kleiner Teil des großen Ganzen.

Erinnere dich daran, weshalb du dich selbständig gemacht oder dein Unternehmen gegründet hast. Dich hat vielleicht der Gedanke an mehr Flexibilität und Zeit mit deiner Familie motiviert. Vielleicht wolltest du kreativer sein oder mehr Spaß an der Arbeit haben. Dies sind Prioritäten, die über Grundeinkommen und Verkaufsziele hinausgehen. Einkommen macht all diese Dinge möglich, aber Geld ist selten das alleinige Ziel.

Wenn du dir Ziele setzt, gehe über die offensichtlichen unternehmensbezogenen Bereiche hinaus. Überlege dir Dinge wie:

  • Die maximale Anzahl an Stunden, die du pro Woche arbeiten willst
  • Bestimmte Tage oder Zeiten, an denen du frei haben willst
  • Niemals die Sportaktivitäten oder Aufführungen deiner Kinder zu verpassen
  • Jeden Tag Zeit für Yoga oder Meditation zu haben
  • Eine bestimmte Qualifikation zu erreichen

Erinnere dich an deine wichtigsten Prioritäten – und setze Unternehmensziele, welche diese widerspiegeln.

2. Langfristige vs. kurzfristige Unternehmensziele

Telescope focused out in the distance.
Eine Balance zwischen einer langfristigen Vision und kurzfristigen Zielen wird dich sowohl motiviert halten als auch deinen Fokus auf das lenken, was es braucht, um diese Vision Realität werden zu lassen. Via John Towner.

Während du sowohl deine persönlichen als auch beruflichen Ziele bestimmst, überlege dir einen Zeitrahmen, um diese zu erreichen. Du magst große Träume für die Zukunft haben, aber ohne drohende Deadline ist es leicht, Dinge aufzuschieben. Andererseits können kurzfristige Ziele bedeuten, dass du den Blick fürs große Ganze verlierst, wenn du nur winzige Fortschritte machst, ohne etwas Bedeutendes zu haben, wonach du streben kannst.

Der beste Ansatz ist daher, sich sowohl langfristige als auch kurzfristige Unternehmensziele zu setzen. Entwirf als Erstes eine große Vision, um dich zu inspirieren und dir etwas Bedeutungsvolles zu geben, auf das du hinarbeiten kannst. Als Nächstes unterteile diese speziellen Ziele mithilfe dringenderer Deadlines, um deine unmittelbaren Bemühungen zu bündeln.

Zu einer langfristigen Vision könnte zählen:

  • Ein bestimmtes Einkommensniveau erreichen
  • Eine passive Einkommensquelle zu etablieren
  • Früh in Rente zu gehen und um die Welt zu reisen
  • In ein neues Land zu ziehen
  • Dein Traumhaus zu kaufen

Unterteile diese Vision in mehrer Langzeitziele, die du in 10 Jahren, 5 Jahren, 3 Jahren und in nur einem Jahr erreichen kannst.

Für kurzfristige Ziele ist eine Deadline von drei Monaten genug, um große Ergebnisse zu erzielen, aber kurz genug, um dein Ziel im Auge zu behalten. Um diese Ziele noch erreichbarer zu machen, unterteile sie noch weiter in monatliche und wöchentliche Ziele.

3. Ergebnisziele vs. Prozessziele

Typing on a laptop keyboard.
Wir sollten sowohl an die Ergebnisse, auf die wir abzielen, als auch die Handlungen denken, die wir unternehmen müssen, um sie zu erreichen (Der Prozess).  Via Glenn Carstens-Peters.

Letztendlich müssen Unternehmensziele dir Ergebnisse liefern. Deine zukünftigen Ergebnisse sind es, die dich motivieren und in gewisser Weise ist es egal, wie du dort hinkommst!

Ergebnisziele stehen in direktem Bezug zu den Ergebnissen, nach denen du strebst, aber du hast nicht immer die totale Kontrolle darüber, ob du sie erreichst oder nicht. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dieses Ergebnis zu erreichen, sind bestimmte Handlungen notwendig. Hier kommen Prozessziele ins Spiel.

Prozessziele hängen mit den Dingen zusammen, über die du Kontrolle hast. Beispielsweise:

  • Jede Woche eine bestimmte Anzahl von Angeboten verschicken
  • Mit zukünftigen Kunden in Kontakt bleiben
  • Regelmäßig in den sozialen Medien aktiv sein
  • In deinem Kalender Platz für deine Familie schaffen
  • Dich für einen Online-Kurs anmelden

Im besten Fall hast du eine Mischung aus beiden Arten von Zielen. Ergebnisziele entsprechen der langfristigen Vision, die du dir gesetzt hast, während Prozessziele am nützlichsten für deine kurzfristigen Deadlines sind. Beispielsweise ist es dein 1-Jahresziel, dein Einkommen um 50% zu erhöhen, dein 3-Monatsziel fünf neue Kunden zu bekommen und dein wöchentliches Ziel, mindestens fünf neue Angebote zu verschicken.

4. Quantitative vs. qualitative Unternehmensziele

Hand holding a stop watch.
Zahlen stellen sicher, dass das Unternehmen aus finanzieller Sicht auf dem richtigen Weg ist, aber es wird andere, weniger greifbare Ziele geben, die du dir ebenfalls setzen willst. Via Sabri Tuzcu.

Unternehmensziele müssen konkret genug sein, damit du sie aufzeichnen kannst und weißt, wann du sie erreicht hast. Generelles „Unternehmenswachstum“ ist viel zu vage, genauso wie „mehr Kunden bekommen“ oder „mehr Zeit mit der Familie verbringen“.

Quantitative Ziele sorgen dafür, dass du konkrete, messbare und erreichbare Vorgaben anvisierst. Beispiele quantitativer Ziele sind:

  • In den nächsten drei Monaten 10.000 € verdienen
  • Bis Ende des Monats drei neue Kunden gewinnen
  • Nicht mehr als 30 Stunden die Woche zu arbeiten

Unternehmensziele, die du nicht in Zahlen messen kannst, können allerdings genauso wichtig sein. Zu den qualitativen Zielen können folgende Punkte gehören:

  • Sich selbstbewusster zu fühlen
  • Weniger Stress zu haben
  • Mehr Spaß bei der Arbeit zu haben
  • Deine Schreib- oder Präsentationsfähigkeiten zu verbessern
  • Eine bessere Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu finden

Sei so konkret wie möglich, indem du definierst, was „besser“ bedeutet oder wie viel „mehr“ du von etwas möchtest. Es kann ebenfalls hilfreich sein, eine Skala dafür zu verwenden. Bewerte beispielsweise dein Selbstbewusstsein heute (z. B. mit 6 von 10) und setze dir dann ein Ziel, wo du dich in drei Monaten befinden willst (bei 8 von 10). Das wird dir ermöglichen, auch bei weniger greifbaren Zielen deinen Fortschritt zu ermitteln.

Wie immer solltest du auch hier sicherstellen, dass es eine Balance zwischen den beiden Arten von Zielen gibt. Setze quantitative Ziele, um sicherzustellen, dass du deine finanziellen Ziele im Griff hast und setze qualitative Ziele, um die differenzierteren Aspekte einzufangen, die du mit deinem Unternehmen zu erreichen versuchst.

5.  Ambitionierte vs. realistische Unternehmensziele

Man looking up at a tall mountain peak.
Ambition ist super, aber lasse dich nicht von den riesigen Aufgaben überwältigen, die vor dir liegen; unterteile dein großes Ziel in machbare Stücke und Meilensteine. Via Christopher Burns.

Manche Finanz-Coachs würden dir vielleicht empfehlen, ein Einkommensziel für das Jahr festzulegen – und es dann zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen. Diese Ambition kann inspirierend sein und dich dazu bringen, deine Bemühungen zu intensivieren. Aber es kann sich auch so einschüchternd anfühlen, dass du angesichts der unmöglichen Aufgabe aufgibst.

Ein Traumziel kann absolut hilfreich sein, um dich zu motivieren und anzuspornen. Und selbst wenn du es nicht sofort erreichst, kommst du vielleicht näher an dein Ziel heran, als du es vorher für möglich gehalten hättest. Allerdings sollten Traumziele mit realistischeren Zielen und Meilensteinen ausgeglichen sein. Schließlich willst du auf dem Weg dahin auch kleine Siege feiern!

Beispielsweise hast du vielleicht das Ziel, ein sechsstelliges Einkommen zu erreichen, zusammen mit dem realistischeren Ziel, dieses Jahr 10.000 € mehr zu verdienen als letztes Jahr. Oder du träumst davon, ein Bestseller-Autor zu werden, aber dein realistischeres Ziel ist es, dieses Jahr dein erstes Buch selbst zu verlegen.

Habe auf jeden Fall große Träume. Aber setze dir diese kleineren Ziele, um dein Selbstvertrauen aufzubauen und dich in der Zwischenzeit bei der Stange zu halten.

Was als Nächstes zu tun ist

Nimm dir etwas Zeit, um dich von der täglichen Arbeit zurückzuziehen und frage dich, was du wirklich erreichen willst.

  • Was sind deine beruflichen Ziele aus einer persönlicheren Perspektive – nicht nur finanziell?
  • Was ist deine langfristige Vision und was sind die kurzfristigen Ziele, die diese Vision unterstützen?
  • Was musst du tun, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, diese Ergebnisse zu erreichen?
  • Hast du die Kennzahlen zur Hand, um deine Ergebnisse zu messen und aufzuzeichnen?
  • Hast du eine gute Mischung aus ambitionierten und realistischeren Zielen?

Beim Setzen von Unternehmenszielen geht es darum, bewusst das Unternehmen (und letztlich das Leben) zu entwerfen, das du dir wünschst. Die richtigen Unternehmensziele werden es wahrscheinlicher machen, dass du erfolgreich bist. Und sie werden dafür sorgen, dass deine Erfolge bedeutungsvoller sind, wenn du sie schließlich erreichst.

Was sind deine Ziele? Sag es uns in den Kommentaren!